Philip Pullmann, bekennender Atheist und durch seine Trilogie um den Goldenen Kompass dafür bekannt, die Kirche kritisch in seinen Romanwerken darzustellen, hat eine der bekanntesten Bibel-Stellen umgeschrieben. Er hat sich nämlich die Frage gestellt:
“Was wäre passiert, wenn Jesus Christus, der lt. Bibel von den Römern gekreuzigt wurde, eine faire Gerichtsverhandlung bekommen hätte.”
Die umstrittene Passage wird immerhin nicht Teil eines Romans sein; Pullman will seinen Text auf einer Wohltätigkeitsgala im Globe Theatre vorlesen. Na dann, fröhliche Weihnachten!
Quelle: hier!
Der gute Mann wird mir immer sympatischer. Ich könnte das tatsächlich als Anlass nehmen, mir endlich mal seine “His Dark Materials”-Trilogie vorzuknöpfen …
Kommentar von Dr. Borstel — 25. November 2009 @ 14:34
Ich habe großen Respekt vor diesem Mann und der Kompromisslosigkeit, mit der “His Dark Materials” daherkommt. Was würde ich dafür geben, bei dieser Lesung dabei zu sein! Noch dazu im Globe!
Kommentar von Steffi — 25. November 2009 @ 17:42
Hach, denn ich nicht schon den Film so langweilig gefunden hätte und das Buch noch mehr … ich würde super gerne zuhören.
Kommentar von Soleil — 25. November 2009 @ 17:45
Das wär in der Tat mal ein Gedankengang der mich auch interessieren würd, und ich bin kein Atheist.
Immerhin ist die Story aus der Bibel ja schon eher a weng blöd gelaufen. Fast wie in nem Märchen: es sollte halt so sein, und so war es dann auch - egal obs logisch is
Nur … “faire Gerichtsverhandlung” ist halt auch ein dehnbarer Begriff.
Kommentar von Treelight — 26. November 2009 @ 07:43