Darkstars Fantasy News


26. August 2013

Kinotipp: Chroniken der Unterwelt – City of Bones

Category: Filme/Serien,Rezensionen – Darkstar – 18:30

City of Bones Plakat 01Am Donnerstag ist es soweit: „City of Bones – Chroniken der Unterwelt“ startet in den Kinos. Ich habe den Film bereits gesehen und kann nur sagen: Hoffentlich geht ihr alle fleißig ins Kino und hoffentlich erweist sich der Film als Start eines neuen Film-Franchise. Denn der Streifen ist verdammt gut!

Wie die meisten von euch vermutlich wissen, handelt es sich bei „City of Bones“ um eine Romanverfilmung. Das Urban Fantasy-Adventure basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cassandra Clare, dem Auftakt ihrer Trilogie „Die Chroniken der Unterwelt“. Wer nach bzw. trotz der Trailer Bedenken hat, der Film wäre zu Liebeslastig und würde versuchen, in die gleiche Kerbe zu schlagen wie „Twilight“, darf auf ganzer Linie beruhigt sein. Obwohl es inhaltlich natürlich um etwas anderes geht, ist „City of Bones“ wesentlich mehr „Hunger Games“ als „Bella & Edward“.

Ich finde, der folgende Trailer vermittelt eine sehr gute Stimmung darüber, was das Kinopublikum erwartet:

Vor ein paar Jahren habe ich mich mal an der Buchvorlage versucht und muss zugeben, dass ich damals – trotz all der coolen Elemente – nicht richtig in die Geschichte hinein gefunden habe. Beim Film ging es mir jetzt ganz anders! Ich war vom ersten Moment an in der Story drinn, der Film hat mich richtig mitgerissen.

Das liegt auch daran, dass sich bei mir beim Lesen des Romans immer eine „Hell/Sonne/Tag-Kulisse“ im Kopf eingestellt hat, der Film aber vor allem mit einer „Dunkel/Sterne/Nacht-Kulisse“ arbeitet. Der Look von „City of Bones“ ist großartig. Von der nächtlichen Großstadt, in der sich Dämonen tummeln, über die sexy Goth-Klamotten der Schattenjäger bis hin zur umwerfenden Kulisse der unterirdischen Stadt der Knochen (wow!) – da hat alles gepasst. Viele Szenerien sind in nächtliches Blau und Schwarz getaucht und auch die Special Effects waren großartig. In den letzten Monaten hatte ich den Eindruck, dass die ganzen Blockbuster nur noch auf tolle Bilder und umwerfende Special Effects setzen und dabei die Handlung zweitrangig wird – „City of Bones“ beweißt, dass eine tolle, spannende Handlung und eine herrliche Optik auch Hand in Hand gehen können.

City of Bones - Jace und die SchattenjägerWas die Atmosphäre angeht (Vampire in einem heruntergekommenen Avantgarde-Hotel; Werwölfe in Katakomben und Dämonen in angesagten Großstadt-Nachtclubs), so hat mich diese an die Serie „Angel – Jäger der Finsternis“ erinnert, nur das die Bilder keinem TV-Budget Rechnung tragen mussten. Inhaltlich lässt sich die Story eher mit „Buffy“ als mit „Angel“ vergleichen: Junges Mädchen wird zur Dämonenjägerin. Klar, dass sie dabei auch neue Freunde (und Feinde) findet, verraten wird, ein Geheimnis über die eigene Vergangenheit entdeckt und sich verliebt. Es gibt viele Kampfszenen, auf die offensichtlich auch großen Wert gelegt wurde: Sie sind überraschend, optisch ansprechend und gut choreographiert.

Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Film einige Elemente aus der Vorlage sensibel verändert, er bleibt aber dem Geist des Buches sehr treu. Die Figuren selbst sind bis in die Nebenrollen toll besetzt und ich mochte die starken Frauencharaktere, die nicht ohne Fehler sind. Neben Clary und der Schattenjägerin Isabelle sind das Clarys Mutter Jocelyn, großartig verkörpert von Lena Headey (Cercei Lannister in Game of Thrones; Sarah Connor in Terminator – The Sarah Connor Chronicles), und Madame Dorothea (CCH Pounder; Warehouse 13; Revenge), eine Hexe aus Clarys Nachbarschaft.

City of Bones - Jace und ClaryIch kann mich erinnern, dass sich die „City of Bones“-Fans früher immer Alex Pettyfer (Beastly) als Clarys Love-Interest Jace wünschten, aber Jamie Campbell Bower (einer der Volturi-Vampire in den Twilight-Filmen und Arthur in Camelot) macht seine Sache auch gut. (Den einzigen Kritikpunkt, den ich diesbezüglich habe, ist, dass ich den ganzen Film über dachte: Junge, iss was! Du könntest wirklich ein paar Kilo mehr auf den Rippen vertragen!). Jonathan Rhys Meyers (Die Tudors) mimt herrlich den Bösewicht und Godfrey Gao lieferte einen faszinierenden Magnus Bane ab und ich hoffe, seine Geschichte und die eines anderen Mitglieds der Schattenjäger wird in einer potentiellen Fortsetzung weiter ausgebaut.

Besonders angenehm überrascht war ich von Lily Collins in der weiblichen Hauptrolle. Die hatte ich zuvor bisher nur in „Spieglein, Spieglein“ als etwas blasses Schneewittchen gesehen, die dem direkten Vergleich mit Julia Roberts als böse Königin (natürlich) nicht Stand halten konnte. In „City of Bones“ allerdings spielt sie sehr überzeugend.

Damit hat „Die Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ für mich alles, was einen spannenden Urban Fantasy-Kinofilm ausmacht. Der Streifen ist optisch ein Leckerbissen, unterhält gut, und macht vor allem eins: Lust auf mehr!

Echt jetzt, wann kommt Teil 2?!

(c) Bilder: Constantin Film

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4 Comments »

  1. […] hoffe, viele von euch haben es bereits ins Kino geschafft und sich “Chroniken der Unterwelt – City of Bones” […]

    Pingback by Darkstars Fantasy News » Die Magnus Bane-Chroniken als ebook-Serie | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy - ein Fantasy Blog — 15. September 2013 @ 15:04

  2. […] den “Chroniken der Unterwelt“, über die ich in den letzten Wochen ja mehrfach berichtet habe, hat Cassandra Clare noch […]

    Pingback by Darkstars Fantasy News » Cassandra Clare: Clockwork Angel (Graphic Novel) | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy - ein Fantasy Blog — 26. September 2013 @ 12:02

  3. […] persönlich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Von der Story und der Atmosphäre vermittelt der Trailer einen so guten Eindruck, dass ich mir hierzu weitere Worte […]

    Pingback by Darkstars Fantasy News » City of Bones seit heute auf DVD | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy - ein Fantasy Blog — 23. Januar 2014 @ 09:04

  4. […] phantastischen Genre sprechen. Heute, nach Buffy the Vampire Slayer, gibt es z. B. Cassandra Clares Die Chroniken der Unterwelt, Jackson Pearces Drei Wünsche hast Du frei oder Libba Brays Ohne. Ende. Leben und ihre Trilogie […]

    Pingback by Darkstars Fantasy News » Gay FridayUrban Fantasy für Jugendliche mit schwulen Helden | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy - ein Fantasy Blog — 23. Mai 2014 @ 10:28

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