Darkstars Fantasy News


12. Dezember 2013

Percy Jackson (2) Im Bann des Zyklopen

Category: Filme/Serien,Podcast,Rezensionen – Darkstar – 14:00

Percy Jackson: Im Bann des ZyklopenUm gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Wer nur deshalb einen Bogen um den zweiten Percy Jackson-Film macht, weil er von Teil 1 schrecklich fand, macht vielleicht einen Fehler. Anders als „Diebe im Olymp“ ist „Im Bann des Zyklopenlauniges Popkorn-Kino mit hohem Unterhaltungsfaktor!

Das hätte ich selbst nicht gedacht, und ich bin ehrlich angenehm überrascht von diesem Sequel:

Denn obwohl ich ein großer Fan der griechischen Mythologie bin, war ich mit dem ersten Streifen der Reihe nicht warm geworden. Der war mir zu platt, zu planlos: eine Aneinanderreihung an Ereignissen, die nicht immer logisch waren und in ihrer Gesamtheit meines Erachtens einfach keinen Charme versprühten. Um den zweiten Film hätte ich sicher auch einen Bogen gemacht – wenn mich nicht der Trailer angefixt hätte:

Der Trailer zu „Im Bann des Zyklopen“ sieht nicht nur richtig cool aus – er fängt die Stimmung des Films auch sehr gut ein. Es hat dem Franchise jedenfalls sichtlich gut getan, sowohl den Drehbuchautor als auch den Regisseur zu wechseln.

Ach ja, und ganz wichtig: Wer den ersten Teil nicht kennt, braucht sich keine Sorgen machen. Er kann den Streifen einfach ignorieren und gleich mit diesem Film ins Franchise einsteigen.

Ein paar Worte zum Inhalt:

Percy Jackson ist nicht nur ein amerikanischer Teenager, sondern auch ein Halbgott. Sein Vater ist der Meeresgott Poseidon, seine Mutter eine Sterbliche. Seine Sommer verbringt er deshalb mit Dutzenden anderen Halbgöttern im Teenager-Alter im Camp Halfblood, wo er vor den Monstern der griechischen Mythologie sicher ist, die es auf ihn und seine Gefährten abgesehen haben.

Oder sicher sein sollte. Denn jemand hat die Schutzbarrieren des Camps zerstört. Das einzige, was jetzt noch helfen könnte, ist das vor langer Zeit verschollene Goldene Vlies.

Percy & Co auf dem Meer der UngeheuerAls Percy erfährt, dass sich dieses heilbringende Artefakt im Meer der Ungeheuer (aka das Bermudadreieck) befinden könnte, begibt er sich mit seiner Freundin Annabeth (eine Tochter Athenes), dem Satyr Grover und seinem Halbbruder, dem Zyklopen Tyson auf eine gefahrvolle Quest. Dabei begegnet er nicht nur seinem persönlichen Erzfeind Luke wieder, sondern muss sich auch mit schrecklichen Gefahren herumschlagen wie etwa dem Seeungeheuer Carybdis, einem bronzenen Stier und einer tödlichen Chimäre …

So actionreich & kurzweilig, dass man die Schwächen verzeiht

Der Film erzählt eine actionreiche, abenteuerliche Geschichte, so spannend und unheimlich, dass man gar nicht die Zeit hat, allzu viel über das eine oder andere Logikloch nachzudenken. (Ja, einige davon gibt es leider schon – vor allem in Hinblick auf Percys übernatürliche Kräfte). Die Produzenten spielen mit zahlreichen Elementen der griechischen Mythologie, ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen. Einem anspruchsvollerem Publikum könnte die Geschichte ein bisschen zu sehr an der Oberfläche bleiben, wer sich aber von der Handlung mitreissen lässt, wird angenehm überrascht.

Nicht ganz unschuldig daran sind neben den wirklich phantastischen Bildern (der Trailer deutet es ja bereits an und der Film enttäuscht hier nicht) die guten Schauspielerleistungen. Die Fanboys und -girls unter uns freuen sich natürlich vor allem über den Auftritt von Anthony Steward Head („Giles“ aus „Buffy“) als Zentaure Chiron und – very funny! – Nathan Fillion („Malcolm Reynolds“ aus „Firefly“; „Richard Castle“ aus „Castle“) als Götterbote Hermes.

Auch der Soundtrack ist gut gewählt und unterstreicht die knallbunten, fantasievollen Bilder.

Insgesamt hat mich „Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“ (ein Titel, der meines Erachtens übrigens bei weitem nicht so gut passt wie das Original: „Sea of Monsters“) wirklich sehr nett unterhalten. Percy Jackson ist kein zweiter Harry Potter, aber ich freue mich bereits jetzt auf einen (hoffentlich erscheinenden) dritten Teil – und das ist ein wesentlich besseres Resümee, als ich es nach dem Anschauen des ersten Films abgegeben habe.

Falls ihr noch ein paar Meinungen mehr wollt:

Gemeinsam mit den moageeks habe ich den Film auch in einem Podcast besprochen. Ich gebe zwar nichts von mir, was ich nicht auch schon in der Review gesagt habe – aber meine Podcast-Kollegen Nina, Stephan und Doctor Kat erzählen, wie sie den Streifen fanden, was sie gestört und was ihnen besonders gefallen hat. Hört mal rein:

Den Film bei Amazon bestellen: DVD; Blu-Ray.

3 Comments »

  1. Oh, wow. Dann sollte ich ihn vielleicht doch noch zurück auf den Radar nehmen.

    Liebe Grüße,
    Olga

    Comment by Olga A. Krouk — 16. Dezember 2013 @ 08:01

  2. Erwarte nicht ZUUUU viel, aber wie gesagt: ich fand ihn echt unterhaltsam.

    Comment by Darkstar — 16. Dezember 2013 @ 12:01

  3. […] Überraschung des Jahres landete hingegen völlig unerwartet “Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen“. Eigentlich wollte ich den Film erst “Comeback des Jahres” nennen, aber dann ist […]

    Pingback by Darkstars Fantasy News » Darkstars Tops & Flops 2013Ein subjektiver Rückblück über mein Lese-Jahr | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy - ein Fantasy Blog — 31. Dezember 2013 @ 13:02

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