Darkstars Fantasy News


12. Oktober 2014

Indiebook Spotlight: Lebonara
Interview mit Monika Thamm

Category: Interviews – Darkstar – 10:00

Lebonara Band 01 (Version A)Mit Hilfe eines Lektors habe ich die komplette Story insgesamt stark überarbeitet, sie schlüssiger formuliert, neue Aspekte und Lösungen eingebaut, vorhandenen Charakteren wichtigere Schlüsselrollen gegeben und den Stil verbessert …“

Vor kurzem hat die Frankfurter Autorin Monika Thamm ihre Fantasy-Geschichte „Lebonara“ komplett überarbeitet und als Trilogie veröffentlicht. Im Mittelpunkt des Science Fantasy-Abenteuers steht die Protagonistin Tiara Mora, Anführerin der Waldläufer, die gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Gefährten auf der Suche nach neuen Jagdrevieren den Eingang zu einer längst vergessenen, unterirdischen Stadt entdeckt.

Im Interview verrät Monika Thamm mehr über ihre Trilogie:

Worum geht es in „Lebonara“ und an welche Leser richtet sich Deine Geschichte in erster Linie?

Am 21. Juni 2063 verändert eine gigantische Feuerwalze das Antlitz unserer Welt. Die wenigen Überlebenden fristen seitdem ein Dasein als Jäger und Sammler. Technologien früherer Zeiten sind verloren und verbrannt. So vergehen Jahrhunderte …

Einige der Überlebenden tun sich zu Clans zusammen und einer dieser Clans nennt sich „die Waldläufer“. Tiara Mora ist ihre Anführerin und sie geleitet eines Tages eine Gruppe von acht Kriegern und übersinnlich begabten Menschen tief in den ansonsten verbotenen Süden, um neue Jagdreviere zu ergründen.

Doch auf ihrer Reise finden sie kein Wild, sondern eine unterirdische Stadt namens Lebonara. Dieser Ort birgt viele Geheimnisse, Technologien und Relikte aus unserer Zeit. Mehr noch, dort liegen auch Menschen im eisigen Kryonikschlaf, darauf wartend, dass sie wiedererweckt werden. Für Tiara und ihre Begleiter gilt es die dort vorhandenen Rätsel zu ergründen.

Bei ihrer Suche stoßen sie aber nicht nur auf eine ihnen unbekannte Welt aus der Vergangenheit, sondern sie sehen sich auch kurz darauf den Angriffen von seltsam mutierten Tiermenschen ausgesetzt. Jene Wesen, die gemeinhin von den Clanmitgliedern „die Ammoben“ genannt werden, überfallen den Clan der Waldläufer und all ihre benachbarten Clans, und hinterlassen dort nur den Tod und Verwüstung.

Die Romanreihe richtet sich grundsätzlich an alle Altersklassen. Er wird auch viel von Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr gelesen.

Welche Farben und Schlagworte fangen die Stimmung der Bücher Deiner Meinung nach am besten ein?

Lebonara - Band 3Ich finde, die Farben der Lebonara-Cover passen jeweils sehr gut zu dem Inhalt. Die ersten beiden Cover sind in grün gehalten, denn Tiara Mora und ihre Freunde befinden sich in einer Zukunft, in der große Wälder, weite Steppen und grüne Ebenen die Bühne der Geschehnisse darstellen. Grün und frisch, wie die Idee, die dahinter steckt.

Das Cover des dritten Romans ist überwiegend weiß mit einem hellblauen Einschlag. Um nicht zu viel zu verraten, kann ich Euch sagen, dass es von den blühenden grünen Wäldern in eisige Regionen geht.

Als Schlagworte fallen mir spontan „Hoffnungen“, „Stärke“, „Kampf“, „Zusammenhalt“ und „Veränderungen“ ein. All das und vieles mehr muss die Protagonisten Tiara Mora spüren und erleben, um ihr Abenteuer zu überstehen.

Verrätst Du uns bitte etwas über deine Hauptfiguren?

Es gibt viele Charaktere, die mir beim Schreiben ans Herz gewachsen sind. Zwei hiervon stelle ich euch kurz vor:

Tiara Mora – Sie ist jung zur Anführerin ihres Clans geworden, da ihr Vater – der vorherige Anführer – durch einen Unfall verstarb. Von Anfang an musste sie zur Sicherung ihrer Position kämpfen und sich durchsetzten, doch das alles ist nichts gegen das, was noch vor ihr liegt. Sie muss weit über ihre eigenen Grenzen hinausgehen und mit der Zeit wird sie lernen, dass Gut und Böse, dass Freund und Feind nicht so einfach zu unterscheiden sind, wie man anfänglich glauben möchte.

Hema, die Unsterbliche – Sie ist zuerst ein Mysterium, und sie verfügt über ein unglaubliches Wissen. Sie kennt das Geheimnis über das Ende der alten Welt; über die Geschehnisse des 21. Juni 2063. Auch weiß sie alles über die Errichtung des Komplexes Lebonara. Ihr Wissen gibt sie jedoch nicht immer gleich preis, was sie unnahbar erscheinen lässt. Dennoch hat sie auch eine menschliche Seite, mit all ihren kleinen Fehlern und Hoffnungen.

Lebonara Band 02Was hat Dich zu dieser Geschichte inspiriert?

Ich habe die Geschichte geträumt und ich fand sie so schön, dass ich nicht wollte, dass sie vergessen geht. Also habe ich mich an den PC gesetzt und angefangen sie niederzuschreiben. Drei Nächte bin ich mit den Gedanken zu der Geschichte eingeschlafen und habe sie weiterentwickelt. Drei Jahre habe ich danach aus meinen Notizen und Gedanken die Geschichte entwickelt.

Was ist Dir persönlich wichtiger: das Setting oder die Figuren?

Auf jeden Fall die Figuren; die Charaktere. Ich nehme nie echte Menschen als Vorlagen, d.h. ich erfinde sie vollständig neu. Und wenn ich schreibe, fangen sie an sich selbst zu entwickeln. Sie bekommen ein Eigenleben und am Ende habe ich sie wie gute Freunde liebgewonnen.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Worum ging es in der ersten Geschichte, die Du je geschrieben hast?

Schon im Alter von 10 Jahren habe ich fantastische Geschichten niedergeschrieben und viel gemalt. Das Malen (insbesondere Airbrush) war mir anfänglich wichtiger, doch umso älter ich wurde, desto mehr habe ich dem Schreiben den Vorzug gegeben. Heute kann ich mir das Schreiben nicht mehr aus meinem Leben wegdenken.

Und meine allererste Geschichte handelte ganz klassisch von einem heldenhaften Ritter und einer Jungfrau in Not. Ein Held auf einem weißen Ross, der gegen dunkle Mächte kämpft.

Betreibst Du Recherche für die Reihe und falls ja, wie sieht die aus?

Recherche ist ungemein wichtig, wenn ein Roman in einer zeitlich realen Epoche spielt, oder Sciene-Fiction Aspekte hat, aber wenn in einer ausgedachten Geschichte Magie oder ähnliches überwiegt, finde ich, darf dem Geist Freiraum gewährt werden.

Für die technischen Gegebenheiten in Lebonara habe ich dann aber doch einiges recherchiert. Das habe ich dann in erster Linie über das Internet gemacht, danach habe ich mir Fachleute gesucht, mit denen ich die Details und die Richtigkeit meiner Darstellungen besprochen habe.

Du überarbeitest gerade die ganze Saga noch einmal. Was wolltest Du ändern und worauf achtest Du diesmal besonders?

Monika Thamm (Foto)Die Lebonara-Geschichte ist mein erster richtiger, zweiteiliger Roman gewesen (damals: pro Buch rund 500 Seiten). Ich habe die Geschichte geliebt, und das tue ich noch immer. Doch damals war ich mit meinen zwanzig Jahren noch recht unerfahren. Ich habe die Geschichte nur für mich niedergeschrieben und erst viel später haben mich Freunde auf die Idee gebracht, dass ich sie einem Verlag anbieten könnte. Mir fehlten da noch das Handwerkszeug und die Erfahrung, was ich heute habe.

Ich schreibe, weil es mir Spaß macht, aber ich möchte auch meinen Lesern eine Freude bereiten. Es ist mir ungemein wichtig, was meine Leser von meiner Arbeit halten – ich möchte sie zufrieden stellen und ihnen die Chance geben, anhand meiner Geschichten ein wenig dem Alltag zu entfliehen. Also habe ich mit Hilfe eines Lektors die komplette Story insgesamt stark überarbeitet, sie schlüssiger formuliert, neue Aspekte und Lösungen eingebaut, vorhandenen Charakteren wichtigere Schlüsselrollen gegeben und den Stil verbessert.

Und nun hoffe ich, dass der Leser das in der Geschichte sieht, was ich sehe: eine Welt voller Wunder und Abenteuer!

Vielen Dank!

Mehr über „Lebonara“ erfahrt ihr hier!

Band 1 online bestellen: hier!

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