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10. Juli 2017

Gespenster-Krimi: Das lebende Gemälde

Category: Hörbücher,Rezensionen – Darkstar – 20:30

Zur Spannung noch die Gänsehaut – der eine oder andere von euch mag diesen Wahlspruch der in den 70er bis Mitte der 80er Jahre veröffentlichten Heftromanserie Gespenster-Krimi kennen.

Unter dem gleichnamigen Reihentitel veröffentlicht das Label Contendo Media Hörspiele, die die alten Heftromane adaptieren. Und gerade bei der Folge Das lebende Gemälde, basierend auf einer Earl Warren-Novelle, trifft dieser Wahlspruch den Nagel auf den Kopf:

Das Hörspiel ist nicht nur hochkarätig besetzt, sondern auch inhaltlich spannend.

Dabei erwartet man das gar nicht von einer Gruselgeschichte mit diesem Titel. Fans der Schauerromantik denken dabei vermutlich als erstes an Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray und erwarten eine ähnliche Handlung. Damit sind sie auf dem Holzweg.

Das titelgebende Gemälde stellt eine Schlachtszene dar, handwerklich beeindruckend auf Leinwand gebannt. Aber das Leid und der Schrecken der Leichen auf dem Totenfeld sind zu schrecklich, als dass man dieses Bild an einem Ort aufhängen wollte, wo es jemand zu Gesicht bekommen könnte. Ausgerechnet dieses Gemälde bekommt die italienische Adelsfamilie der De Simones von einem ihnen Unbekannten zum Geschenk gemacht – und mit mit ihm zieht das Grauen in den Palazzo ein. Die Gesichter der auf dem Bild dargestellten Figuren scheinen sich zu verändern, eine beunruhigende Aura geht von dem Gemälde aus. Als das Oberhaupt der Familie im eigenen Bett auf schreckliche Weise stirbt, beginnt ein blutiger Horrortrip …

Erst nach und nach enthüllt sich dem Hörer, welcher Fluch auf dem Gemälde liegt, warum er ausgesprochen wurde und warum er die De Simones trifft. Bis zum Schluss bangt man mit den Protagonisten und fragt sich, ob und falls ja wie das frisch verliebte Pärchen Mark Saxon (gesprochen von Rainer Fritzsche) und Paola De Simone (Yvonne Greitzke) dem Fluch entrinnen kann. Die 72 Minuten der Episode vergehen wie im Flug.

Die Empfehlung „ab 16 Jahre“ kommt nicht von ungefähr. Auf dem Fernsehbildschirm wäre die Handlung sehr unappetitlich anzusehen. Als Hörspiel jagt die Inszenierung, bei der die Effekte wohldosiert, aber gelungen eingesetzt werden, dem Publikum wirklich Schauer über den Rücken.

Wer Horror-Hörspiele wie aus der Reihe Gruselkabinett oder John Sinclair mag, sollte es mit diesem Gespenster-Krimi wirklich mal versuchen!

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