Darkstars Fantasy News


16. Mai 2009

Interview mit Patricia Briggs

Category: News – Darkstar – 17:10

Mercy Thompson 1Seit ich Patricia Briggs „Ruf des Mondes“ gelesen habe, bin ich bekennender Fan der Autorin. Deshalb bin ich auch so außerordentlich froh, dass sie damit einverstanden war, sich von mir interviewen zu lassen. Aus diversen Gründen hat es aber eine ganze Weile gedauert, bis es endlich geklappt hat. Da in ein paar Wochen bei Heyne Patricias neuer Roman „Schatten des Wolfes“ erscheint, ist es jetzt aber endlich soweit. Viel Spaß beim Lesen des Interviews!

Interview mit Patricia Briggs

Liebe Patricia, deine Fangemeinde in Deutschland wird größer und größer! Und da du offenbar ohnehin etwas für Deutschland übrig hast (deine Hauptfigur Mercy ist eine Automechanikerin, die sich auf deutsche Marken spezialisiert hat und dein Charakter Zee hat sogar hier gelebt): Planst du, uns bald mal zu besuchen?

Als ich klein war, hat meine Mutter uns immer Märchen von den Gebrüdern Grimm vorgelesen. Das hat eine Faszination ausgelöst, aus der ich niemals herausgewachsen bin. Und sich mit Deutscher Folklore zu beschäftigen bedeutete gleichzeitig, sich auch mit der Deutschen Geschichte zu beschäftigen und mit der Kultur. Und mit Schlössern. Ich liebe Schlösser. Ich möchte Deutschland gern mal besuchen, aber das wird wahrscheinlich nicht in naher Zukunft passieren. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn meine Kinder – Teenager – ausgezogen sind (dann werden Reisen nämlich viel günstiger).

Stimmt es, dass du in der Schule Deutsch gelernt hast?

Briggs Spur der NachtJa. Ich habe sogar einen Abschluß in Deutsch – was ziemlich lustig ist, denn ich konnte es noch nie gut sprechen, noch nicht mal im College. Als „Ruf des Mondes“ in den USA herauskam, habe ich eine sehr freundliche eMail von einem Gentleman aus Hamburg erhalten, der mich freundlich darauf hingewiesen hat, dass mein Deutsch schrecklich sei. In den wenigen Phrasen, die korrekt waren, hatte ich Schreibfehler eingebaut.
Ich habe ihm zurückgeschrieben und mich bedankt – und ihn gefragt, ob er eine Beschäftigung bräuchte. Seit „Spur der Nacht“ hat Michael die meisten meiner Deutsch-Zitate Korrektur gelesen.

Wie es zu meinem Abschluss in Deutsch kam: Eigentlich wollte ich die Schule mit einem Abschluss in Geschichte verlassen (das habe ich auch gemacht). Dafür waren allerdings auch zwei Jahre Fremdsprachenunterricht notwendig. Ich konnte zwar ein bisschen Spanisch, aber ich dachte, Deutsch wäre ein bisschen lustiger (ich schieb es mal auf die Märchen).
Mein Leben lang war ich eine Spitzenschülerin und der Deutsch-Unterricht hat mich wirklich Demut gelehrt. Es half auch nicht gerade, dass ich die Einzige in der Klasse war, die Deutsch noch nicht fließend sprechen konnte. Nun, ich mag nicht gerade weise sein, aber ich bin stur. Ich höre vielleicht mit etwas auf, das ich nicht ausstehen kann. Aber ich höre nicht mit etwas auf, nur weil ich es nicht kann. Also habe ich mehr Deutsch-Seminare besucht – und ich habe sie geliebt, auch wenn ich nicht sehr gut war. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass mir nur noch ein Semester gefehlt hat, um Deutsch auch als Hauptfach zu beenden. Es schien Verschwendung, dieses Semester nicht ebenfalls zu machen – also hab ich es gemacht.

Ist es seltsam, Infos über dich und deine Biographie auf Wikipedia zu finden?

Nicht so seltsam wie man meinen könnte (grins). Mein Mann ist ein Computerfreak und hat Wikipedia schon sehr früh entdeckt. Damals war die Seite noch nicht so riesig, aber irgend jemand hatte meinen Namen bereits eingetragen. Mike hat die Chance genutzt und viele weitere Infos hochgeladen. Damals hatte ich gerade mal vier Bücher geschrieben, vielleicht auch fünf. Ich habe die Sache mit Wikipedia total vergessen – bis ich vor ungefähr einem Jahr oder so mal wieder darüber gestolpert bin. Es war sehr schmeichelhaft, dass andere Leute sich die Mühe gemacht haben, den Eintrag zu aktualisieren.

Gerade ist hierzulande dein dritter Mercy Thompson-Roman erschienen (und in den USA dein vierter). Auf deiner Website kann man lesen, dass du zur Zeit für insgesamt sieben Mercy-Romane unter Vertrag stehst. Kannst du deinen Lesern einen Vorgeschmack darauf geben, was wir von Mercy noch alles erwarten dürfen?
Das vierte Buch, in den USA unter dem Titel „Bone Crossed“ erschienen, beschäftigt sich mit Mercys Problemen mit Marsilia, der Herrin über die Vampire in den Tri-Cities, sowie mit ein paar hässlichen Geistern. Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu schreiben.
Briggs On the ProwlAußerdem schreibe ich noch an einer anderen Serie, die sich auf Samuels Bruder Charles konzentriert. Sie beginnt im Rahmen einer Novelle mit dem Titel “Alpha und Omega”, die – soweit ich weiß, noch nicht auf Deutsch erschienen ist. Auf Englisch ist sie in der Anthologie “On the Prowl” enthalten. Das erste Buch innerhalb der Serie („Schatten des Wolfes“ bzw. im Original „Cry Wolf“) wird im Juli diesen Jahres bei Heyne auf Deutsch erscheinen.
Das Buch spielt größtenteils in der Wildnis mitten im Winter, was selbst dann eine gefährliche Gegend ist, wenn deine Feinde dich nicht jagen. Es geht, natürlich, um viele Werwölfe, aber auch eine Hexe taucht auf und ein paar Geister (im indianischen Sinne, keine richtigen Geister).

Urban Fantasy ist momentan extrem gefragt. Wie gelingt es dir, Ideen zu entwickeln, die noch kein alter Hut sind?

Wenn es darum geht, eine gute Geschichte zu schreiben, muss man immer die Personen in den Vordergrund stellen. Und Personen sind immer faszinierend. Die Urban Fantasy-Elemente sind wichtig, um der Story die richtige Würze zu verleiehn, aber in den Geschichten geht es vor allem um Menschen, und nicht um die Urban Fantasy.
Robin McKinley hat zwei Versionen von der Schönen und dem Biet geschrieben: “Beauty” und “Rose Daughter”. Beide Bücher basieren auf dem gleichen Märchen, in beiden spielen Rosen eine große Rolle, beide sind von der gleichen Autorin – und beide lesen sich völlig eigenständig. Robin McKinley ist eine sehr gute Geschichtenerzählerin, und sie konzentriert sich in ihren Geschichten immer auf ihre Charaktere.

Was ich ohnehin gern wissen würde ist, was dein Geheimnis ist, so glaubhafte Charaktere zu entwickeln?!?

Die richtige Antwort ist eigentlich, dass ich schreibe und mir diesbezüglich selbst die Daumen drücke. Allerdings habe ich mit den Jahren ein paar Tricks gelernt.
Wenn ich einen neuen Charakter entwerfe, stelle ich mir selbst eine ganze Reihe von Fragen. Was möchte die Person eigentlich in dieser Szene erreichen? Was möchte jener Charakter mehr als alles andere? Für wen oder für was würde er einen Mord begehen? Wen liebt er? Was verletzt ihn? Was macht ihn glücklich? Wie redet er? Wie alt ist er und hat das Auswirkung auf seine Perspektive? (Das ist dann besonders wichtig, wenn man über ein paar ungewöhnlich alte Charaktere schreibt).

Briggs DrachenzauberEs gibt allerdings auch Momente, in direkt magisch sind. Im wahren Leben tun die Leute ständig etwas, das auf den ersten Blick nicht zu ihnen passt – es kommt eben auf die entsprechende Motivation an. Wenn ich so einen Moment einfangen kann und dem Leser begreiflich machen kann, warum ein Charakter das dann tut, dann wird dieser Charakter real.
Ein kleines Beispiel: Nehmen wir einen Geschäftsmann, für den sich alles nur um Geld dreht. Er dreht jede Münze zweimal um. Und er ist immer in Eile, weil Zeit Geld ist. Eines Tages, er ist auf dem Weg zu einem wichtigen Meeting, und, obwohl er niemals zu spät kommt, ist er ein bisschen in Eile, kommt er an einem blinden Musiker vorbei, der an einer Straßenecke steht und spielt – und er hält an. Er hört sich den ganzen Song an, und als der Musiker fertig ist, drückt der Geschäftsmann dem Musiker alles Geld, das er bei sich trägt, in die Hand.
Weil das Lied das Lieblingsstück seiner Großmutter war.
Und von diesem Zeitpunkt an ist er nicht mehr länger ein Standard-Charakter, sondern ein Mensch mit einer Geschichte und Wünschen und Bedürfnissen.

Bevor du dich mit der Mercy Thompson-Reihe der Urban Fantasy gewidmet hast, hast du High Fantasy geschrieben. Hast du Pläne, wieder in dieses Genre zurückzukehren?

Absolut! Zwischen der Arbeit an neuen Büchern überarbeite ich „Masques“, mein erstes Buch, das bereits seit langer Zeit vergriffen ist und arbeite außerdem an dem Sequel dazu, das überhaupt nie verlegt wurde. Diese beiden sind viel traditionellere Fantasy. Ich habe eine Idee für ein weiteres Buch über Ward („Drachenzauber“) und vielleicht auch für einige der Charaktere aus den Raven Büchern („Rabenzauber“). Das alles wird aber wohl noch ein paar Jahre dauern, denke ich.

Ist es wahr, dass es die Idee deines Herausgebers war, dass du dich mal an Urban Fantasy versuchen solltest? Und falls das so war, hattest du mit diesem Vorschlag zu kämpfen oder fandest du die Idee von Anfang an gut?

Ja. Meine Lektorin Anne Sowards und ich haben schon immer Lese-Tipps ausgetauscht, weil wir die gleiche Art Bücher mögen. Ich habe Urban Fantasy in all seinen Inkarnationen schon immer gemocht – angefangen bei Charles de Lindt über Mercedes Lackey (wenn sie über Elfen in der Jetzt-Zeit schreibt) bis hin zur aktuellen Vampir-/Werwolf-Welle.
Ihr Chef fragte sie, ob sie nicht einen Autoren kennen würde, der Urban Fantasy schreiben könnte – und Anne hat an mich gedacht.

Inzwischen bist du eine beliebte Bestseller-Autoren (u. a. New York Times) und hast einige Preise gewonnen. Die Verkaufszahlen deines Debütromans „Masques“ waren allerdings abgrundtief schlecht. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine sehr schwierige Erfahrung war. Ist es in Ordnung, dich zu fragen, ob du jemals an deiner Berufung zur Autorin gezweifelt hast?

Ich zweifle jedes Mal daran, wenn ich auf den leeren Bildschirm meines Comuters starre und versuche, mir Worte einfallen zu lassen, die ich dort erscheinen lassen könnte. (grins).
Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals wirklich das Bedürfnis hatte, alles hinzuschmeißen.

Briggs MasquesEs ist sehr faszinierend, ein paar Handlungsfäden zu spinnen, sie auf Papier zu bannen, Ideen hinzuzufügen und so lange mit ihnen herumzuspielen und sie zu verschieben, bis ein Buch dabei herauskommt. Ich denke, auch wenn ich niemals ein weiteres Buch verkauft hätte, würde ich immer noch schreiben – wenn auch wahrscheinlich langsamer.
Als wir jedoch herausgefunden haben, dass die Verkaufszahlen von „Masques“ so schlecht waren, war mein zweites Buch, „Steal the Dragon“ bereits erschienen. Und, dank eines großartigen Covers von Royo, verkaufte sich das von Anfang an okay.

Woher hast du die Stärke genommen, an dich selbst zu glauben und weiter zu schreiben?

Ich denke das Geheimnis daran, ein Autor zu sein, ist das Schreiben zu lieben und sich nicht allzu viele Sorgen um das Veröffentlichen zu machen. Schlussendlich sollte es keine Rolle spielen, ob jeder – oder irgendjemand überhaupt – das mag, was man schreibt. Wenn es sich dabei um die Geschichte handelt, die man schreiben wollte, dann spielt es keine Rolle, ob diese veröffentlicht wird oder nicht.

Was ich versuche zu sagen ist, dass es mir weniger darum ging, an meine Fähigkeiten als Schriftstellerin zu glauben als darin, das Bedürfnis zu haben, Geschichten zu erzählen und sie auf das Papier zu bannen – auf eine Art und Weise, wie mir das nur in meinem Kopf nicht gelungen wäre.

Und die Erkenntnis, dass wir nie stehen bleiben. Wir lernen, wir wachsen, wir werden besser. Ich bin heute eine viel bessere Schriftstellerin als damals, als ich „Masques“ verfasst habe. Und ich versuche mit jedem Buch meine Fähigkeiten als Autorin zu vergrößern.

Woran erkennst du, dass eine Idee es Wert ist, zu einem Roman ausgebaut zu werden?

Briggs Schatten des WolfesEs gibt Leute, für die das Plotten ganz natürlich ist. Ich gehöre nicht zu ihnen. Das erste Anzeichen dafür, dass eine Idee es Wert ist, eine Geschichte daraus zu entwickeln, stellt sich ein, wenn ich bereits ungefähr hundert Seiten an einem neuen Buch geschrieben habe.
Bei den ersten Büchern, die ich geschrieben habe, habe ich wahrscheinlich ebenso viele Seiten weggeschmissen wie behalten. Inzwischen ist das nicht mehr ganz so schlimm, weil Erfahrung ja schließlich für etwas gut sein muss. Aber immer noch ist das Ganze mehr ein Gefühl als etwas, das ich konkret an etwas festmachen kann. Ich habe herausgefunden, dass es mir am ehesten liegt, wenn ich meine Hauptfiguren nehme und ihnen in der ersten Szene ein Problem gebe, das sie lösen müssen – und von dort aus arbeite ich mich dann vor.

Was macht dir am meisten Spaß, wenn du an einem neuen Roman schreibst – und was kannst du nicht ausstehen?

Ich liebe die ersten fünfzig Seiten eines Romans, wenn all die unterschiedlichen Charaktere vorgestellt werden. Ich hasse es, den Mittelteil zu schreiben, wenn ich bereits weiß, wie die Geschichte ausgeht, aber ich immer noch versuche herauszufinden, wie meine Figuren an diesen Punkt kommen. Mein Lieblingsteil ist aber die erste Überarbeitung, wenn ich all diese Szenen nehmen, sie aufpoliere und ihnen noch den richtigen Touch verleihe, der die Geschichte dann lebendig werden lässt.

Wer ist bis dato dein Lieblingsprotagonist? Und über wen zu schreiben ist dir am schwersten gefallen?

RabenzauberIch habe keinen Liebling. Ward (aus „Drachenzauber“) war wahrscheinlich derjenige, über den zu schreiben mir am meisten Spaß gemacht hat. Ich liebe Figuren, die innerlich ganz anders sind als sie auf die Leute um sie herum wirken.

Mercy hat eine sehr starke Stimme, die mir schon über einige harte Szenen hinweggeholfen hat. Ich hatte nie ein Problem damit, ihren Charakter zu schreiben, nicht von der ersten Szene von „Ruf des Blutes“ an.

Seraph (aus „Rabenzauber) war die Herausforderndste bisher für mich. Ich habe lange gebraucht, bis ich verstanden habe, wie sie tickt und bis ich einen Weg gefunden habe, das auf’s Papier zu bringen.

Einige Urban Fantasy-Stoffe sind in den letzten Jahren für’s Fernsehen adaptiert worden, wenn den einzelnen Projekten auch unterschiedlicher Erfolg beschieden war. Wie stehen eigentlich die Chancen, Mercy mal über den Bildschirm flimmern zu sehen?

Lustig, dass du das fragst. Ich habe gerade einen Vertrag mit 50 Cannon unterschrieben, einer Produktionsfirma von Mike Nichols, der für „Harry Potter und der Feuerkelch“ Regie geführt hat. Sie drehen noch nicht, aber sie haben bereits viel Zeit investiert (eineinhalb Jahre Verhandlungen) und auch Geld, um das Ganze ins Rollen zu bringen. Ich bin recht optimistisch, dass es eines Tages einen Kinofilm geben wird, der auf „Ruf des Blutes“ basiert.

Bone CrossedHat dein Herausgeber dich jemals gebeten – oder von dir verlangt – dass du signifikante Änderungen an deinen Büchern vornimmst? Hast du jemals wegen deiner homosexuellen Charaktere Probleme bekommen?

Ich habe die beste Herausgeberin der Welt. Sie lässt mich die Bücher schreiben, die ich schreiben will – und hilft mir, alles so auszuarbeiten, dass die Geschichte noch besser wird. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie jemals eine konkrete Änderung verlangt hat und die meisten ihrer Vorschläge sind großartig.

Und niemand hat mir jemals Schwierigkeiten gemacht wegen meiner schwulen Figuren 🙂

Kannst du dich daran erinnern, worum es in deiner ersten Geschichte ging? Und wie hast du realisiert, Talent für das Schreiben zu haben?

Ja. „Masques“ ist die erste Geschichte, die ich je geschrieben habe.
Es hat sehr lange gedauert, bis ich mich dazu entschlossen habe, mich selbst als Autorin zu sehen. Ich glaube, ich hatte gerade mein viertes Buch geschrieben („The Hob’s Bargain“). Aus welchem Grund auch immer tat das Buch genau das, was ich wollte.

An manchen Tagen bin ich eine bessere Autorin als an anderen … und ich bin besser beim Überarbeiten des Manuskripts als beim Schreiben des ersten Entwurfes.

Hand auf’s Herz: Hast du jemals Fanfiction geschrieben?

Nein, das habe ich niemals. Ich habe zu viele eigene Geschichten zu erzählen?

Das muss ich dich einfach fragen: Bist du ein Buffy the Vampire Slayer und / oder ein Joss Whedon Fan?

Joss Whedon ist der Größte. Buffy, Angel, Firefly. Wenn er etwas macht, dann schaue ich das auch!

Ich weiß nicht, ob du noch selbst Zeit zum Lesen findest, aber falls ja, welche Art Bücher magst du ? Welche Autoren kannst du uns empfehlen? Und wie gehst du im Buchladen vor, wenn du auf der Suche nach neuem Lesestoff bist?

Briggs Zeit der JägerIch lese eigentlich ständig. Ich muss. Wenn ich das nicht tue, kann ich auch nicht schreiben. Ich mag alles, was charakterzentriert ist (und ich bin leicht zufrieden zu stellen). Es gibt vielleicht hundert Autoren, deren neue Bücher ich automatisch kaufe – und wir haben hier einfach nicht den Platz, sie alle zu nennen.
Außerhalb der Science Fiction / Fantasy zählen zu meinen Lieblingsschriftstellern Dick Francis, Nora Roberts, Louis L’Amour, Georgette Heyer.
Ich lese viele Liebesromane – Linda Howard, Janye Anne Krenz, Katie MacAllister, J. R. Ward, Nailini Singh, Eileen Wilks.
Im Bereich der SF/Fantasy gibt es sehr viele talentierte Autoren. Noch nicht so bekannte Autoren und Newcomer aus diesem Bereich: Sarah Monette, Rob Thurman, Anne Aguirre, Mark Ferarri, Jane Fancher (die diese DICKEN Bücher schreibt, und wenn ich durch die durch bin, ist mir nach Jammern zu Mute weil sie schon zu Ende sind).
Langzeit-Favoriten: Jim Butcher, Lois McMaster Bujold (die einfach kein schlechtes Buch schreiben kann), Andre Norton, Laurell K. Hamilton, Lynn Viehl, Winn Spencer.

In der Buchhandlung schaue ich zuerst nach meinen Lieblingsautoren, dann nach den Büchern, die im entsprechenden Monat neu herausgekommen sind. Wenn ich dort nicht fündig werde (oder noch mehr Zeit habe) schaue ich mir verschiedene Bücherstapel an und nehme in die Hand, was mir gerade ins Auge fällt. Ich lese den Klappentext und wenn der interessant klingt, lese ich ein paar Seiten aus dem Mittelteil, um herauszufinden, ob ich den Stil mag. Dann lese ich die letzte Seite um sicher zu gehen, dass es auch gut aus geht.

Vielen lieben Dank für das ausführliche Interview und alles Gute sowohl für Dein Privatleben als auch deine berufliche Zukunft!

Patricia Briggs Website findet ihr hier!

Darkstars Rezensionen:

Rabenzauber

Ruf des Mondes

Bann des Blutes

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3 Comments »

  1. Interessantes Interview!

    Freu mich schon auf die naechsten Buecher

    Comment by baldur beth — 23. Juni 2011 @ 07:36

  2. […] Mein Interview mit Patricia Briggs: hier! […]

    Pingback by Darkstars Fantasy News » Patricia Briggs: Zeichen des SilbersEin Mercy Thompson-Roman | News & Interviews aus der wunderbaren Welt der Fantasy — 26. September 2011 @ 13:15

  3. […] Für mich steht und fällt ein Roman oft mit den (Haupt-)Figuren: Sind sie mir sympathisch – oder zumindest nachvollziehbar? Sind sie vielschichtig? Sind sie am Ende des Romans noch die gleichen, die sie auch am Anfang waren (das nämlich hoffentlich nicht!). Überraschen sie mich, d. h. machen sie in der zweiten Hälfte des Buches etwas, das zu ihnen passt, mit dem ich aber trotzdem nicht gerechnet hätte? Das sind oft die Momente, die mich beim Lesen die Luft anhalten lassen, die sich mir ins Gedächtnis einbrennen. (Patricia Briggs hat mir in einem Interview einmal verraten, wann für sie eine Figur beim Schreiben lebendig wird. Das war ein kleiner Augenöffner für mich. Wer sich dafür interessiert, findet das Interview hier: http://www.fantasy-news.com/2009/05/16/interview-mit-patricia-briggs/) […]

    Pingback by Drei Fragen an ... Fantasy-Blogger und Lektor Christian Handel - DEINTEXTDEINBUCH BLOG — 14. Dezember 2015 @ 12:12

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