Darkstars Fantasy News


22. Dezember 2019

Interview mit Nina Blazon
zu RABENHERZ & EISMUND

Category: News – Darkstar – 12:28

Rabenherz und Eismund

Windfrauen und Meeresgöttinnen, magische Raben und ein Land aus Eis und Schnee – Nina Blazons neuer Roman RABENHERZ UND EISMUND ist ein frostiges Wintermärchen.

Selbst stecke ich gerade mitten in der Geschichte der mutigen Mailin, die sich, um eine Freundin zu retten, ins sagenumwobene Reich des Winterkönigs aufmacht.

Wie immer verzaubert Nina Blazons Roman von der ersten Seiten an. Im Interview verrät sie, wie sich das Buch von ihren bisherigen Ausflügen in die Faunblut-Welt unterscheidet.

Acht Fragen zu „Rabenherz und Eismund“

Liebe Nina, welche Farben und Schlagworte fangen für dich die Atmosphäre von RABENHERZ UND EISMUND ein?

Eismeer, kristalliner Schnee und das blaue Schloss des Winterkönigs, Legenden von Windfrauen und Meeresgöttinnen. Nixen mit scharfen Zähnen, smaragdfarbenem Haar und das schimmernde Schwarz magischer Raben.

Last, but not least: drei Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren Schicksale sich zu einem neuen Muster aus Schwarz, Weiß und Rot verweben.

Was hat Dich zur Handlung des Buches inspiriert?

Märchen und Wintermythen verschiedener Kulturen und Länder! Ich liebe sie und lese sie gerne.

Die Idee hinter diesem Roman war, diese Wintermotive zu einem neuen, großen Märchen zu verbinden. Daher trifft man im Buch mythische Gestalten aus den Inuit-Kulturen ebenso wie die keltischen Schicksalsfrauen, Grimmsche Märchenmotive und auch sibirisch-schamanistische Elemente.

An vielen Stellen ist „Rabenherz und Eismund“ aber auch eine Verbeugung vor Hans Christian Andersen und dem Märchenerzähler meiner Jugend: Peter S. Beagle. Nicht umsonst tauchen in „Rabenherz und Eismund“ magische Einhörner auf – und auch die „Drei Damen im Abendrot“ geistern zwischen den Zeilen.

Was magst Du an Deiner Hauptfigur am liebsten?

Besonders mag ich Mailíns Pioniergeist und ihren analytischen, scharfen Verstand, ihre Art, alles sehr genau zu hinterfragen, bevor sie sich aufs Eis wagt. Und auf der anderen Seite – fast ein Widerspruch zu ihrer Vorsicht und Vernunft – ihr wildes, verwundetes Herz und ihre glühende Sehnsucht, die sie dazu bringt, immer weiter sehen zu wollen als andere.

Inwiefern unterscheidet sie sich von Jade, Summer, Canda, Liljann und Tajann?

Rabenherz und Winter

Ich glaube, der größte Unterschied ist, dass die meisten meiner bisherigen Figuren ihre Schicksalsschläge, Verluste und Lebenslektionen erst im Verlauf der Handlung durchleben und gerade daran wachsen.

Mailín dagegen hat zu Beginn des Romans ihre Verluste bereits in Kinderjahren durchlitten. Sie hat so gut wie jeden, den sie liebte, an die Eiswinter ihrer Kindheit verloren, kennt alle Facetten des Schmerzes, Hunger, Kälte und Entbehrungen – all diese Erfahrungen haben sie bereits zu der vernünftigen und etwas spröden Person gemacht, die der Leser am Anfang des Buches kennenlernt.

In einem gewissen Sinn ist sie also schon „fertig“, das ist ihre Stärke und gleichzeitig ihre Schwäche. Nicht umsonst ist ihre „Farbe“, die ich ihr im Roman als „Charakterfärbung“ gebe, das illusionslose Rabenschwarz der klugen, misstrauischen Totenvögel.

Anders, als es bei Jade, Canda & Co. war, begleiten wir Mailín als Leser dabei, wie sie sich zu sich selbst zurückwagt und dabei Schicht um Schicht ihrer alten Erfahrungen loslässt.

In welche Gegenden deiner Faunblut-Welt entführst du uns diesmal?

In einen Teil des Nordlands, der weitab von den wilden und unerforschten Gefilden der Tierläufer liegt, in denen ein Teil von „Ascheherz“ spielt.

Die Stadt heißt Falún und ist gut angebunden an den Handel und den Austausch mit den Städten im Süden. Man kennt hier das Grauland, Maymara, die südlichen Inseln und andere Orte der Faunblut-Welt, aber die einzige Bedrohung, die hier herrscht, sind die eisigen Winter.

Hat dich das Schreiben dieses Buches auf eine Art und Weise gefordert, wie das zuvor noch nicht der Fall gewesen ist?

Da ich mich bei diesem Roman stark an Figuren- und Erzählstrukturen sowie der Symbolsprache von Märchen orientiere, war es eine neue Herausforderung, diese klassischen Motive so umzusetzen, dass sie sich schlüssig in die Fantasywelt des Faunblut-Universums einpassen.

So habe ich zum Beispiel auch die mythische Welt der Zorya, die in der Faunblut-Welt als Todesfrauen die Menschen mit einem Kuss ins Jenseits geleiten, auf märchenhafte erweitert und um neue Figuren ergänzt.

Es hat viel Spaß gemacht – und ich habe während des Schreibens und Recherchierens selbst noch einmal sehr viel über die innere Dynamik von Märchen und Mythen gelernt.

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Woran arbeitest Du als Nächstes?

Lieber Christian, darüber können wir beide ja bald ganz offiziell mehr berichten. ;-)

Ab Januar planen wir ja gemeinsam ein ganz ungewöhnliches und experimentelles Märchenprojekt mit dem Drachenmond-Verlag und ich freue mich schon sehr aufs Schreiben.

Und die Off Topic-Frage: Wenn du vier fiktive oder historische  Persönlichkeiten auf einen Nachmittagsplausch einladen könntest, für wen würdest du dich entscheiden?

Gleich vier? Okay, mal sehen …

Ich würde mich für historische Persönlichkeiten aus verschiedenen Epochen entscheiden, und zwar für die Schriftsteller Mary Shelley, Theodor Storm, Ivan Turgenjew und Guy de Maupassant.

Ich fände es wunderbar, mit ihnen bei einem Nachmittagstee über klassische Schauermotive zu sprechen, über das Thema Furcht – und darüber, was sie dazu bewegt hat, über genau solche Dinge so virtuos und tiefgründig zu schreiben.

Vielen Dank!

Mehr über Nina Blazon erfahrt ihr auf ihrer Website.

Das neue Buch online bestellen: Rabenherz und Eismund.

3. Dezember 2019

Sherlock Holmes meets Hänsel & Gretel

Category: News – Darkstar – 08:00

The Case of the Spellbound ChildHeute erscheint THE CASE OF THE SPELLBOUND CHILD – der bereits vierzehnte Roman aus Mercedes Lackeys Elemental Masters-Serie.

In der von Märchen inspirierten Gaslight-Fantasy geht es diesmal nach Dartmoor – und Mercedes Lackey spielt offenbar mit den Motiven des „Hänsel & Gretel“-Märchens.

Darauf lässt jedenfalls die Inhaltsbeschreibung von THE CASE OF THE SPELLBOUND CHILD schließen:

While Sherlock is still officially dead, John and Mary Watson and Nan Killian and Sarah Lyon-White are taking up some of his case-load–and some for Lord Alderscroft, the Wizard of London.

Lord Alderscroft asks them to go to Dartmoor to track down a rumor of evil magic brewing there. Not more than four hours later, a poor cottager, also from Dartmoor, arrives seeking their help. His wife, in a fit of rage over the children spilling and spoiling their only food for dinner that night, sent them out on the moors to forage for something to eat. This is not the first time she has done this, and the children are moor-wise and unlikely to get into difficulties. But this time they did not come back, and in fact, their tracks abruptly stopped „as if them Pharisees took’d ‚em.“ The man begs them to come help.

They would have said no, but there’s the assignment for Alderscroft. Why not kill two birds with one stone?

But the deadly bogs are not the only mires on Dartmoor.

Kennt ihr die Reihe?

Die Romane zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle für sich allein stehend gelesen werden können, dass sie in einem phantastisch verfremdeten Viktorianischen Zeitalter spielen – und jeweils einen Märchenplot neu interpretieren.

Die Figuren der Reihe können meist Elementar-Magie beschwören. Seit einigen Bänden spielen die Figuren aus der Sherlock Holmes-Reihe tragende Rollen.

Mir haben die vorangegangenen Bücher der Serie unterschiedlich gut gefallen und ich habe die letzten paar (noch) nicht gelesen. THE CASE OF THE SPELLBOUND CHILD macht mich aber wieder richtig neugierig auf die Reihe.

Wie sieht das bei euch aus? Werdet ihr das neue Buch lesen?

20. November 2019

Frozen 2 (Spoilerfreie Rezi)

Category: News – Darkstar – 22:56

Frozen 2 KinoplakatVor ein paar Jahren hat man die Märchenprinzessinnen im Trickfilm totgesagt. Dann kam 2013 Disneys DIE EISKÖNIGIN in die Kinos und hat einen Hype hingelegt, der alles bisher da gewesene in den Schatten gestellt hat. Elsa und Anna und der Schneemann Olaf waren plötzlich überall: im Kino, im Radio, im Buchhandel, im Spielzeugladen – selbst auf der Brotbox.

FROZEN, wie der Film im Original heißt, hat die Welt im Sturm erobert – was nicht nur an dem zu Herzen gehenden Film, den liebenswerten Figuren und den tollen Bildern gelegen haben dürfte, sondern nicht zuletzt an einem wirklich bombastischen Soundtrack.

Nach dem Erfolg war schnell klar: Die Welt will mehr von Anna und Elsa und ihren Freunden. Und jetzt, sechs Jahre später, ist es endlich soweit. FROZEN 2 kommt ins Kino. Morgen startet der Film offiziell.

Aber kann der Streifen mit dem zauberhaften ersten Teil mithalten?

Inhaltlich möchte ich heute nicht viel verraten, da ihr euch, wenn ihr diese Review lest, vom Abenteuer sicher selbst überraschen lassen möchtet.

Soviel dennoch:

Elsa hat sich in ihre Rolle als Königin von Arendelle eingefunden. Die Leute haben sie ins Herz geschlossen. Sie lebt mit den Menschen unter einem Dach, die ihrem Herzen am Nächsten stehen.

Nacht für Nacht vernimmt sie als einzige im Königreich einen geheimnisvollen Sirenengesang, der sie ins Unbekannte zu locken versucht. Elsa widersteht dem Drang, der Stimme zu folgen, obwohl es einen Teil in ihr gibt, der nichts lieber tun würde.

Als Arendelle von einer geheimnisvollen Magie angegriffen wird, begibt sie sich gemeinsam mit Anna, Kristoff, dem Rentier Sven und dem Schneemann Olaf auf die Suche nach Rettung – und mit jedem Schritt, den sie geht, wird die Stimme, die sie ruft, etwas lauter …

Into the Unknown

Sind wir mal ehrlich: Die Erwartungshaltungen an FROZEN 2 sind so astronomisch hoch, dass es dem Film eigentlich nicht gelingen dürfte, sie überhaupt zu erfüllen.

Und weil Teil 1 so ikonisch ist, fällt der Film im direkten Vergleich nach dem ersten Sehen vielleicht tatsächlich inhaltlich ein klein wenig ab. Trotzdem ist es der Drehbuchautorin Jennifer Lee allerdings gelungen, ein großartiges Sequel zu schreiben.

Rührt zu Tränen und bringt zum Lachen

Frozen 2 Szene

Es holt die Zuschauer emotional ab, rührt zu Tränen, bringt einen zum Lachen, man bangt und hofft mit den Figuren, weint und feiert. Die Geschichte überrascht und führt einige neue Figuren ein, mit denen man gern mehr Zeit verbringen würde.

Außerdem ist die Reise ins Unbekannte auch eine Reise in die Vergangenheit, denn auch Elsas und Annas verstorbene Eltern spielen in gewisser Weise zentrale Rollen. Toll fand ich, dass die Hauptfiguren allesamt wachsen dürfen – weder Elsa, noch Anna, noch Kristoff sind am Ende des Films noch die selben wie zu Beginn, und ihre Wandlungen sind nachvollziehbar.

Herbst- statt Winterfarben

Wo FROZEN 1 ein Winterfilm war mit großartigen Landschaften aus Eis und Schnee hüllt sich FROZEN 2 überwiegend in Herbstfarben.

Und die Bilder, in denen das Kinoabenteuer schwelgt, sind atemberaubend. Sie flashen wirklich, das Zuschauen macht einfach Spaß. FROZEN 2 erweitert den Kosmos von FROZEN 1 auf überzeugende Weise – und die Songs – inzwischen habe ich den Soundtrack mehrfach gehört und die Lieder sind einfach der Knaller.

Ein Nachfolger für LET IT GO?

Angefangen von einem folkloristisch angehauchten Opener bis hin zu der völlig unerwarteten Power-Nummer von Kristoff. Mit der hat wohl keiner gerechnet. In der Pressevorführung hat sie die Kritiker gleichermaßen überrumpelt und begeistert.

Elsa hat diesmal nicht eine, sondern zwei Powerballaden. Und obwohl „Into the Unknown“, ihre erste große Solo-Nummer auch zum Titellied des Films geworden ist, dürfte sich „Show Yourself“, ihr zweiter Song, zum Nachfolger von „Let it Go“ mausern.

#GiveElsaAGirlfriend

Frozen 2 Szene 2Wie bei Musicals üblich, spiegeln die Lieder den Gemütszustand der Figuren. Ich gehöre zu den Menschen, die Elsa bereits seit dem ersten Schauen von Frozen 1 queer lesen.

Ihr ganzer Storyarc war für mich ein Metapher auf das Coming Out, „Let it Go“ wurde zu einer Pride-Hymne.

Vor dem Film hatte ich wirklich Angst, Disney hätte Angst vor der eigenen Courage und würde Elsa einen Märchenprinz aufs Auge drücken.

Wenn ihr ähnlich denkt wie ich, kann ich euch beruhigen: Disney versaut es nicht! Im Gegenteil.

Obwohl es für Elsas Reise sicher mehrere Deutungsmöglichkeiten gibt, lässt sich FROZEN 2 auch wieder wunderbar queer lesen. Wenn FROZEN 1 Elsas Art war zu sagen: „Ich bin queer und das ist gut so“, dann ist FROZEN 2 ihre Suche danach, was das für sie bedeutet. Es ist eine Suche nach anderen, die so sind wie sie. Und das hat für mich FROZEN 2 noch einmal viel, viel wunderbarer gemacht.

Ich freue mich schon auf das zweite Mal, dass ich ihn im Kino sehe. Und das dritte Mal. Und das vierte Mal.

Ernsthaft: Wenn ihr Teil 1 mochtet, besorgt euch Karten!

Bilder (c) Disney

9. November 2019

Leserunde zur neuen Märchenantho

Category: News – Darkstar – 20:16

Durch Eiswüsten und FlammenmeereWie auch in den vergangenen Jahren veranstalte ich auf Lovelybooks eine Leserunde zur neuen Märchenanthologie, die im Drachenmond Verlag erschienen ist.

Heute startet sie offiziell und ich würde mich freuen, wenn ihr Lust hättet, gemeinsam mit uns Autor*innen unsere neuen Märchenadaptionen zu entdecken.

Inzwischen ist auch die ebook-Version erschienen, so dass ihr im Grunde sofort mit Loslegen könntet.

Mehr über die Märchenanthologie erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Darum geht es:

Es war einmal eine Zeit, in der Schneeköniginnen die Welt mit Eis überzogen und Hexen Menschen in Tiere verwandelten.
So jedenfalls erzählt man sich.

Was aber wäre, wenn Zauberinnen Mädchen in Türme sperrten, um sie zu schützen?
Wenn der Herzkönigin einst selbst das Herz gebrochen wurde?
Wenn man fortgehen muss, um sich selbst zu finden?

Es ist an der Zeit, auch die Stiefmütter, die Wölfe und die Todesfeen zu Wort kommen zu lassen.

Bist du bereit für ihre Geschichten?

Zur Leserunde: dort entlang.

4. November 2019

Neue Märchenfantasy mit Russland-Flair

Category: News – Darkstar – 20:11

Der Bär und die NachtigallVor ein paar Wochen ist im Heyne Verlag Katherine Ardens Trilogie-Auftakt DER BÄR UND DIE NACHTIGALL erschienen.

Dabei handelt es sich um eine märchenhafte Fantasy, die im englischsprachigen Raum bereits recht viel Aufmerksamkeit erhalten hat. Ich bin gespannt, wie das Buch hierzulande ankommt (nicht zuletzt deswegen, weil die Fortsetzung von ROSEN & KNOCHEN auch mit russischen Märchenmotiven spielt).

Darum geht’s in DER BÄR UND DIE NACHTIGALL

In einem Dorf am Rande der Wildnis, weit im Norden Russlands, wo der Wind kalt bläst und der Schnee viele Monate des Jahres fällt, erzählt die alte Dienerin Dunja den Kindern des Grundbesitzers Pjotr Wladimirowitsch Geschichten über Zauberei, Folklore und den Winterkönig mit den frostblauen Augen. Verbotene Geschichten über eine uralte Magie.

Doch für die junge, wilde Wasja sind dies weit mehr als Märchen. Sie allein kann die Geister sehen, die ihr Zuhause beschützen. Und sie allein spürt, dass sich in den Wäldern eine dunkle Magie erhebt

Mehr über das Buch erfahrt ihr auf der Verlagswebsite.

Bei Audible gibt es übrigens auch ein Hörbuch.

25. Oktober 2019

#AllHallowsReadGermany – SIEBENGESCHICHTEN

Category: News – Darkstar – 09:00

Dieses Jahr bin ich wieder dabei bei ALL HALLOWS READ GERMANY – einer schönen, gemeinschaftlichen Oktober-Aktion, aus der Tanja Karmann inzwischen eine Tradition gemacht hat.

All Hallows Read 2019

Nicht nur findet ihr bei einer Reihe Blogger passende Lektürentipps für HALLOWEEN. Ihr könnt darüber hinaus auch Buchpakete gewinnen. Wie das alles genau funktioniert und wie die Idee entstanden ist, verrät Tanja auf ihrer Website.

Gestern hat die Aktion bei geeksantiques.de Halt gemacht. Heute geht es bei mir weiter. Ich bin übrigens nicht zum ersten Mal dabei. Vor zwei Jahren habe ich bereits einen unheimlichen Kinderbuchklassiker vorgestellt. Dieses mal habe ich mich wieder für ein Buch für Kinder entschieden, und zwar für die gruselige Sammlung Siebengeschichten von Nina Blazon.

SiebengeschichtenSiebengeschichten versammelt sieben Schauergeschichten. Sie alle stammen aus der Feder von Nina Blazon. Jede von ihnen spielt jedoch auf einem anderen Fleckchen Erde. (more…)

23. Oktober 2019

ALL HALLOWS READ GERMANY ist wieder da

Category: News – Darkstar – 21:33

Schon gehört:

Tanja Karmann hat auch dieses Jahr wieder die deutschsprachige ALL HALLOWS READ-Aktion gestartet – ich bin in den kommenden Tagen auch mit dabei.

Wenn ihr auf der Suche nach gruseligen Buchtipps zu HALLOWEEN seid oder eins von fünf Buchpaketen gewinnen wollt, dann schaut mal hier!

15. Oktober 2019

Maleficent – Mistress of Evil (Spoilerfreie Review)

Category: News – Darkstar – 16:15

Mistress of Evil KinoplakatShe’s back!

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein riesengroßer Maleficent-Fan bin. Von allen Disney-Realverfilmungen der letzten Jahre ist dieser Film für mich der mit Abstand gelungenste – eben weil er den ursprünglichen Zeichentrickfilm und die zugrunde liegenden Märchenmotive so umwerfend überraschend neu interpretiert hat, ohne dem Original untreu zu werden.

Dass es mit Maleficent – Mächte der Finsternis ein Sequel geben würde, hat mich im Vorfeld gleichermaßen begeistert und nervös gemacht. Kann dieser Film überhaupt mit dem großartigen ersten Streifen mithalten?
Inzwischen habe ich eine Preview gesehen und kann sagen: Ja, kann er! Warum ich das so sehe, verrate ich in meiner nachfolgenden Review, die ich weitestgehend frei von Spoilern halte:

Worum geht’s überhaupt?

Mistress of Evil, wie der Film im Original heißt, spielt einige Jahre nach Maleficent. Aurora herrscht als Königin der Moore über Feen und Elfen. Ihre Liebe zu Prinz Phillip ist gewachsen und die beiden wollen heiraten. Sehr zum Missfallen ihrer „Mütter“, die jeweils unterschiedliche Gründe haben, warum die Welt der Feen und die Welt der Menschen weiterhin getrennt voneinander existieren sollten.

Als Maleficent und Königin Ingrith aufeinander treffen, kommt es zu einem solch explosiven Eklat, dass ein Krieg zwischen Feen und Menschen auszubrechen droht …

Meine Meinung:

Mistress of Evil KinoplakatVon den Drehbuchautoren war es eine weise Entscheidung, den Film mehrere Jahre nach Maleficent spielen zu lassen. So hatten die Figuren die Möglichkeit, zu reifen und sich zu verändern. Vor allem Aurora ist nicht mehr das naive kleine Mädchen aus dem ersten Film. Auch Maleficent hat einige ihrer Ecken und Kanten verloren.

Wenngleich der Streifen inhaltlich nicht ganz an den herausragenden ersten Film heranreicht, kann ich ihn euch uneingeschränkt ans Herz legen, wenn ihr Märchenfantasy liebt. So gern würde ich euch über einige unerwartete Twists im Film berichten, aber ich will euch den Spaß bei einem Kinogang nicht kaputt machen.

Sagen darf ich allerdings, dass Mistress of Evil das Maleficent-Universum auf eine ganz phantastische Art und Weise erweitert. Wir werfen einen Blick über das Reich der Moore hinaus. Die Welt der Feenwesen wächst und wie auch im ersten Teil haben die Designer und die SFX- und CGI-Experten ganze Arbeit geleistet. Sie bieten einen Augenschmaus. Visuell erinnern die Figuren an die Wesen von Brian Froud: von winzigen Pixies bis hin zu majestätischen Baummonstern. Man möchte eintauchen in diesen magischen Kosmos und ehrlich, ich hoffe, nach Mistress of Evil wird es – ob nun mit oder ohne Angelina Jolie – noch weitere Filme aus dieser Welt geben. Den Film habe ich in 2D gesehen und die Bilder waren richtiggehend berauschend.

Ebenfalls überzeugend waren der Score und die Schauspielerleistungen.

Elle Fanning, in Maleficent noch süß, wird mit jedem Jahr besser und überzeugt hier in der schwierigen ambivalenten Rolle als angehende Königin und Ehefrau auf der einen, Tochter einer dominanten Mutter auf der anderen Seite. Und Angelina Jolie ausgerechnet Michelle Pfeiffer gegenüberzustellen: das ist ein Match made in Heaven. Beide spielen ihre Rollen hervorragend. Angelina Jolie ist Maleficent.

Mistress of Evil IngrithIm Vorfeld habe ich oft die Kritik gehört, dass die Leute befürchten, dass das Drehbuch von Teil 2 ihre Wandlung von der bösen Fee zur gutherzigen „Mutter“ aus Teil 1 negieren könnte – aber das ist nicht der Fall. Zwar wandelt sich Maleficent auch in Mistress of Evil, aber das absolut überzeugend – sicher nicht zuletzt dank Jolie. Es ist ein Fest, sie auf Michelle Pfeiffer treffen zu sehen – bei der man nicht umhin kommt, festzustellen, wie sehr ihr Fantasy-Streifen stehen (man denke nur an Der Tag des Falken oder Der Sternwanderer).

Wenn ich dem Film etwas vorwerfe, dann allenfalls, dass ihm gerade in Bezug auf Königin Ingrith ein bisschen mehr Hintergrund gut getan hätte. Was die Psychologie der Figuren angeht, erfordert der Film Mitdenken vom Zuschauer. Die Handlungen der Beteiligten sind nachvollziehbar, wenn man sich ins Gedächtnis ruft, woher sie kommen und welche Ziele sie erfolgen. Wer sich darauf einlässt, wird sich erstaunt, berührt, erfreut, aufgebracht, traurig und glücklich fühlen.

Abschließend möchte ich noch betonen, dass Mistress of Evil wie bereits Maleficent mit wirklich viel Fingerspitzengefühl Motive aus dem Dornröschen-Märchen und der Elfen- und Feenmythologie aufgreift und auf überraschende Weise teils auch ganz unauffällig in die Filmhandlung verwebt. Ob wir nun von Flüchen sprechen oder Dornenhecken.

Maleficent – Mistress of Evil ist anders, als ich erwartet habe, aber genau deshalb so gut.

Unbedingt auf der großen Leinwand sehen!

14. Oktober 2019

FBM2019 – meine Termine

Category: News – Darkstar – 22:29

FBM2019 TermineBald geht’s wieder los! Freut ihr auch schon so sehr auf die Buchmesse?

Falls ihr Lust habt, mich zu treffen – hier kommen meine offiziellen Termine:

MESSE-DONNERSTAG

11:00 Uhr – Signierstunde beim Drachenmond
15:00 Uhr – Signierstunde beim Drachenmond

MESSE-FREITAG

10:00 Uhr – Signierstunde Märchenanthologie beim Drachenmond
16:00 Uhr – Signierstunde beim Drachenmond

MESSE-SAMSTAG

12:00 Uhr – Signierstunde Märchenanthologie beim Drachenmond
13:00 Uhr – Meet & Greet der schreibwg bei der Greenlight Press
14:00 Uhr – Signierstunde BECOMING ELEKTRA bei ueberreuter

WO?

Den Drachenmond Verlag findet ihr Halle 3.0, Stand K2
Den ueberreuter Verlag findet ihr Halle 3.0, Stand F33

Die Bücher könnt ihr natürlich vor Ort kaufen. Ich habe aber auch Postkarten und Lesezeichen dabei. Es würde mich total freuen, wenn ihr „Hallo“ sagt.

7. Oktober 2019

Durch Eiswüsten und Flammenmeere
Die vierte Märchenanthologie erscheint bald

Category: News – Darkstar – 20:30

Durch Eiswüsten und Flammenmeere

Fast schon fühlt es sich wie ein kleines Wunder für mich an: Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2019 erscheint DURCH EISWÜSTEN UND FLAMMENMEERE – die vierte von mir herausgegebene Märchenanthologie.

Thematisch sind diesmal viele Geschichten aus der Sicht der „ursprünglichen Bösewichte“ enthalten, und zwar aus der Feder von:

Adrian, Julia
Behrendt, Astrid
Bendzko, Nora
Bernard, C.E.
Dessalles, Julia
Haderer, Katharina V.
Handel, Christian
Hasse, Stefanie
Jehanzeb, Sameena
Köllinger, Maja
Lionera, Asuka
Rina, Lin
Siegmund, Fabienne
Tack, Stella A.
Thomsen, Emily
Weber, Michelle Natascha

Der Klappentext von DURCH EISWÜSTEN UND FLAMMENMEERE liest sich wie folgt:

Es war einmal eine Zeit, in der Schneeköniginnen die Welt mit Eis überzogen und Hexen Menschen in Tiere verwandelten.
So jedenfalls erzählt man sich.

Was aber wäre, wenn Zauberinnen Mädchen in Türme sperrten, um sie zu schützen?
Wenn der Herzkönigin einst selbst das Herz gebrochen wurde?
Wenn man fortgehen muss, um sich selbst zu finden?

Es ist an der Zeit, auch die Stiefmütter, die Wölfe und die Todesfeen zu Wort kommen zu lassen.

Bist du bereit für ihre Geschichten?

Erneut erhält das Buch wundervolle, individuell angefertigte Illustrationen von So’Lil Art.

Bestellen könnt ihr DURCH EISWÜSTEN UND FLAMMENMEERE überall im Buchhandel oder – signiert von Astrid – direkt im Shop des Drachenmond Verlags.