Darkstars Fantasy News


10. Juli 2011

„Ich stricke beim Schreiben“
Interview mit der australischen Autorin Trudi Canavan

Category: Interviews – Darkstar – 18:39

Trudi Canavan 05Berlin im Juni 2011. Ich treffe Trudi Canavan an einem sommerlichen Spätnachmittag in einem Hotel in der Nähe des Alexanderplatzes. Sie sitzt an einem kleinen Tisch in der Lounge, ein Glas Wasser und ein durchsichtiges Plastikbeutelchen mit Strickzeug vor sich. Als ich hereinkomme, steht sie sofort auf, streckt mir die Hand entgegen und begrüßt mich freundlich.

Das ist also die Frau, die mit der Geschichte über eine rebellische Magie-Schülerin zur internationalen Bestsellerautorin wurde. Trudi Canavan lächelt, wirkt sympathisch und ich fühle mich sofort wohl. Nervöser machen mich eher Kamera und Mikrofon, die auf der anderen Seite des Tisches aufgebaut sind, wo Urban Hofstetter und Berit Böhm vom Penhaligon-Verlag sitzen. Ob es mich stört, wenn sie das Interview aufzeichnen? Nein, natürlich nicht – so lange man mich nicht sieht. Es ist Trudi Canavan, auf die sich das Argus-Auge der Kamera heftet. Doch die australische Autorin ist Profi. Unbeeindruckt davon stellt sie sich offen meinen zahlreichen Fragen:

Ihre Fangemeinde in Deutschland ist ziemlich groß. Sind Sie das erste mal hier?

Ja, es ist tatsächlich das erste Mal für mich. Ich war noch nicht mal im Urlaub hier. Und jetzt sehe ich all die Städte vor allem aus dem Taxifenster und denke mir: Ich muss unbedingt wieder kommen!

Wie hat Ihnen Ihre Lesereise bisher gefallen?

Trudi Canavan 10Wunderbar. Es ist schön, die Leute von Angesicht zu Angesicht zu treffen. Das Internet ist nett, aber auch ein bisschen unpersönlich. Ich bin schon am 1. Mai aus Australien angereist und war seither in England, Irland, Polen, Frankreich und nun hier in Deutschland. Nächste Woche ist die Lesereise zu ende. Bevor ich nach Hause fliege, werde ich aber noch eine Woche in Berlin bleiben – nicht als Autorin, sondern als Touristin.

Wie würden Sie jemandem Ihre Romane beschreiben, der noch keines Ihrer Bücher gelesen hat?

Zunächst würde ich denjenigen fragen, ob er überhaupt schon einmal Fantasy gelesen hat. Wenn das nicht der Fall wäre, er aber dennoch Interesse an meinen Büchern hätte, lautet meine Standard-Antwort: Meine Romane sind irgendwo zwischen Harry Potter und Der Herr der Ringe einzuordnen, einfach weil das die beiden Werke sind, die demjenigen am wahrscheinlichsten ein Begriff sind. Dann würde ich hinzufügen, dass man zu meinen Büchern leichter Zugang findet als zum Herrn der Ringe, aber dass sie nicht für Kinder gedacht sind.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre zweite Sonea-Trilogie.

Sonea 1Nun, es handelt sich dabei um ein Sequel. Wir kehren in die Welt der Gilde der Schwarzen Magier zurück, aber seit dem Ende von „Die Meisterin“ sind zwanzig Jahre vergangen. Sonea ist eine Frau im mittleren Alter, eine überfürsorgliche Mutter. Der wichtigste neue Charakter ist Lorkin, ihr Sohn. Er hat einen interessanten Hintergrund. Er ist das Kind zweier sehr berühmter Menschen und die Leute erwarten von ihm, dass er ebenso große Taten vollbringt wie seine Eltern.

Dabei wäre es Sonea viel lieber, wenn er sicher zu Hause sitzen würde. Aber als sich Lorkin die Gelegenheit bietet, etwas Interessantes zu unternehmen, dass sich vielleicht auch noch als Nützlich für die Gilde herausstellen könnte, ergreift er die Gelegenheit beim Schopf. Er reist als Assistent von Lord Dannyl nach Sachaka, wo dieser seine Stelle als neuer Gilden-Botschafter antritt. Durch Dannyl Recherchen stoßen sie auf Hinweise über eine uralte, möglicherweise auch sehr hilfreiche Magie …

Während Sonea als Charakter gewachsen ist, sind Sie als Autorin gewachsen. Hat sich das Schreiben der zweiten Trilogie deshalb als andere Erfahrung herausgestellt als das Schreiben der ersten? Und wem fühlen Sie sich näher: der jüngeren oder der älteren Sonea?

Trudi CanavanIch glaube, jedes Buch ist eine neue Schreib-Erfahrung, die sich von vorangegangenen unterscheidet. Eine jede stellt uns vor neue Herausforderungen. Sonea war in der ersten Trilogie zwischen 16 und 19 Jahre alt. Ich war zur damaligen Zeit älter als sie, andererseits war sie ein sehr reifer Charakter. Ich glaube nicht, dass ich Sonea bin! Ich glaube eher, dass sie ein wenig so ist, wie ich gern sein würde. Ich bin ein viel größerer Hasenfuß als sie.

In den neuen Romanen steht sie mir vom Alter her näher. Vermutlich fühle ich mich aus diesem Grund im Moment auch der älteren Sonea näher. Was ihre Rolle als Mutter angeht: Ich habe Freundinnen in meinem Alter, die Mütter sind; davon habe ich mich inspirieren lassen. Auch das war eine sehr neue Erfahrung.

Warum Fantasy? Was macht dieses Genre für Leser – und Autoren – so attraktiv?

Das Übernatürliche hat mich schon immer fasziniert. Tatsächlich glaube ich nicht an das Übernatürlich, und manchmal frage ich mich, ob das der Grund ist, weshalb ich Fantasy schreibe. Ich habe schon immer Märchen und Sagen geliebt. Kinderbücher, die phantastische Elemente enthielten, gefielen mir am besten. Die Idee, das Unmögliche realistisch darzustellen, ist sehr faszinierend. Persönlich liebe ich Bücher über Drachen, Zwerge und magische Ringe. Ich liebe sie und ich lese sie und deshalb liebe ich es, über Magie zu schreiben und inwiefern Magie eine Gesellschaft beeinflusst oder welchen potentiellen Einfluss sie auf das Leben einzelner haben könnte.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, in Soneas Welt zurückzukehren.

Das Zeitalter der FünfIch hatte eine tolle Idee für eine Geschichte (lacht). Ursprünglich habe ich gesagt, ich würde keine Bücher mehr schreiben, die in der Welt der Gilde der Schwarzen Magier spielen. Ich sagte das seinerzeit, weil ich – von der ersten Idee bis zur Drucklegung des dritten Buchs – zehn Jahre an der Saga gearbeitet hatte. Und damals war ich der Welt ehrlich gesagt ein bisschen müde. Außerdem hatte ich seinerzeit nur wenige Ideen für eine Fortsetzung. Ich wollte nicht mehr über diese Welt schreiben, sondern mich daran versuchen, etwas Neues zu schaffen. Dabei herausgekommen ist die „Zeitalter der Fünf„-Trilogie.

Als ich damit fertig war, war ich nicht mehr so übersättigt von Soneas Welt. Und die Ideen von damals waren gewachsen. Ich wusste, dass meine Ideen für „Magie“, das Prequel, nicht für mehr als ein Buch reichen würden. Aber die Geschichte für die Fortsetzung war gut und umfangreich, und ich wusste, dass sie sich am besten in drei Romanen erzählen lassen würde.

Natürlich war mir auch bewusst, dass die Leute mehr über die Gilde der Schwarzen Magier lesen wollten. Es ist doch sehr schön und schmeichelhaft, wenn jemand auf mich zukommt und mir sagt, dass ihm mein Buch gefallen hat und dass er sich eine Fortsetzung wünschen würde …

Wie wichtig ist Erfolg für Sie? Und hat Ihr Erfolg Ihre Art zu Schreiben beeinflusst?

Nun … Ich denke nicht, dass es meine Art zu Schreiben beeinflusst hat. Weil: Wenn ich mich an meinen Computer setze, vergesse ich alles. Ich will einfach eine gute Geschichte erzählen. Ich nehme an, der Erfolg hat meinen Schreiballtag dahin gehend beeinflusst, als dass ich nun als Vollzeit-Autorin arbeiten kann. Zu Anfang habe ich nicht genug verdient, deshalb hatte ich noch einen anderen Job nebenher. Aus diesem Grund hatte ich dann nicht genug Zeit zum Schreiben, weshalb es länger dauerte, bis ich ein Buch fertig gestellt hatte, was wiederum bedeutete, dass ich weniger Übung im Schreiben bekommen habe. Es hat einfach alles viel länger gedauert. Der Erfolg hat das geändert.

Woran erkennen Sie, dass eine Idee es Wert ist, zu einem Roman ausgearbeitet zu werden?

Da gibt es einen bestimmten Moment. Manchmal ist es offensichtlich. Je mehr ich schreibe, desto besser erkenne ich, welchen Umfang eine Geschichte benötigt. Ich habe vor einer Weile eine Novelle geschrieben. Der Stoff reichte nicht für einen Roman, aber er war auch zu umfassend für eine Kurzgeschichte. Je mehr man schreibt, desto besser wird der eigene Instinkt dafür, wie viel Handlung sich aus einer Idee ergeben kann und welche Form man ihr geben sollte.

Wie ist eigentlich der australische Markt für Novellen? Hier in Deutschland tut sich dieses Format recht schwer …

Trudi Canavan 06Es gibt eigentlich nirgends einen Markt für Novellen, glaube ich. Die Novelle, die ich gerade erwähnte, wurde in einer Anthologie in Australien veröffentlicht: „Legends of Australian Fantasy“. Sie entstand nach dem Vorbild der US-Antologie „Legends“.

Es gibt also gelegentlich einen überschaubaren Markt für Novellen. Persönlich glaube ich, dass Novellen durch das ebook beliebter werden könnten, weil es in diesem Format nicht darauf ankommt, wie lang eine Geschichte ist. Ich denke, in Zukunft wird die Novelle beliebter werden als sie das derzeit ist.

Warum tendieren Fantasy-Autoren so gern zu Trilogien?

Ich weiß es nicht. Aber ich habe da verschiedene Theorien. Zum einen glaube ich, dass die Geschichte das entscheidet. „Die Gilde der Schwarzen Magier“ hielt ich ursprünglich für ein Buch. Es wurde ziemlich umfangreich. Als ich das fertige Manuskript durchging, erkannte ich, dass es zwei kleine Abschlüsse gab. Ein dritter zeichnete sich zudem ab. Ich glaube deshalb, ich hatte gar nicht viel mit der Entscheidung zu tun. Die Geschichte wollte einfach eine Trilogie sein!

Zudem glaube ich, dass Drei ein sehr praktisches Format ist. Das habe ich auch beim Sequel gemerkt. Und meine nächste Reihe wird wieder eine Trilogie sein. Auch da war es so, dass ich, als ich meine Geschichte genau unter die Lupe nahm, erkannt habe, dass drei Bücher besser funktionieren würden als zum Beispiel fünf. Das hätte schlussendlich nur Füllmaterial erfordert – und das sollte man niemals tun!

In den letzten Jahren haben erstaunlich viele australische Fantasy-Autorinnen den internationalen Markt erobert. Haben Sie eine Idee, woran das liegt? Und glauben Sie, dass sich australische Fantasyliteratur von der Fantasyliteratur anderer Länder unterscheidet?

Ja, das glaube ich schon. Ich bin mir aber nicht wirklich sicher, inwiefern sie das tut und warum. Es ist schwer, etwas zu beurteilen, an dem man direkt beteiligt ist. Das fällt einem Außenstehenden viel leichter. Vielleicht findet sich ja eines Tages jemand, der mir erklären kann, inwiefern sich australische Fantasy von der Fantasy aus dem Rest der Welt unterscheidet.Die Novizin

Und was den Umstand angeht, dass in Australien so viele Frauen Fantasy schreiben. Das ist eine seltsame Tatsache. Bis in die 90er Jahre hinein hatten wir eigentlich keinen nationalen Markt für Fantasy. Als dann in den 90ern viele Fantasyromane verlegt wurden, stammten die meisten davon von Frauen. Woran das liegen könnte? Gute Frage. Vielleicht, weil sehr viele Verlagsmitarbeiter Frauen sind und die könnten die Werke von Frauen lieber gemocht haben. Vielleicht auch nicht.

Es gibt da dieses Vorurteil in Australien, dass Fantasy Frauenliteratur ist. Männer lesen Science Fiction. Deshalb haben die Frauen mehr Fantasy gelesen und geschrieben.

Woran es auch immer liegen mag, ich hoffe, es wird sich ausgleichen. In Übersee ist Fantasy sogar eher Männersache und ich hoffe, unsere männlichen australischen Leser werden sich eines Tages fragen, was sie eigentlich alles verpassen und Frauen-Fantasy ausprobieren. Und dass die Frauen erkennen, welche männlichen Autoren wir bisher in Australien verpasst haben!

Auf Ihrer Website verraten Sie, dass Sie an einer neuen Trilogie arbeiten, die viel – wie sie es nennen – Universe-Building erfordert. Was glauben Sie, das wichtiger ist: Charakterentwicklung oder World-Building?

Keins von beiden. Meiner Meinung nach ist es der Plot, der an einer Geschichte das Wichtigste ist. Er steht an erster Stelle. Aus dem Plot heraus ergeben sich Charaktere. Charaktere benötigen ein Setting, in dem sie agieren. Man kann eine phantastische Welt und großartige Charaktere haben, und trotzdem keine gute Plot-Idee – und dann hat man keine Geschichte.

Also kommt in Ihren Büchern der Plot immer zuerst?

Trudi Canavan 08Nein, nicht notwendigerweise. Der Plot und die Handlung können sich aus den Charakteren und aus dem Worldbuilding heraus ergeben. Sonea zum Beispiel entstand aus einem Traum, den ich hatte. Ich hatte spätnachts noch eine Reportage im Fernsehen gesehen, die davon berichtete, wie heimatlose Menschen in Bussen aus Städten gekarrt wurden. Danach hatte ich einen intensiven Traum, der mir die Inspiration für das erste Kapitel der Gilde der Schwarzen Magier lieferte. Dadurch habe ich ein erstes Gefühl für Soneas Charakter bekommen.

Der Rest ergab sich dann aus dem Worldbuilding. Ich hatte entschieden, dass die Magie etwas sei, das in den Menschen existierte, keine äußere Macht. Aber die Menschen mussten darin unterrichtet werden, um die Magie anwenden zu können. Und diese Leute würden eine eigene Gesellschaft und Klasse bilden und sehr mächtig werden. Das würde dazu führen, dass nur Angehörige hoher Klassen in der Kunst der Magie unterrichtet werden würden, und der Konflikt für meine Geschichte ergab sich genau daraus. Ein Außenseiter würde in diese Welt eindringen: Sonea aus den Slums.

Gibt es für Kyralia ein reales Vorbild?

Ja und nein. Ich mag es nicht, etwas eins zu eins aus unserer Welt zu übernehmen. Ich mag es, Dinge zu vermischen und zu kombinieren. Ich lese viel über Archäologie und verschiedene Kulturen. Gewisse Dinge sind immer gleich. Ich versuche, dies in meine Welten zu integrieren, wobei ich darauf achte, nichts aus einer einzigen Kultur zu übernehmen. Imardin ist vom Setting her eine Mischung aus Mittelalter und Viktorianischer Ära. Es gibt Druckerpressen aber kein Schießpulver.

Als ich Ihren ersten Roman gelesen habe, war ich zunächst enttäuscht darüber, wie Sie Homosexualität als Teil Ihrer Welt darzustellen schienen: nämlich als etwas Negatives. Mit Voranschreiten der Serie bemerkt man aber, dass Sie genau das getan haben, um später zu zeigen, dass Homosexualität etwas Natürliches ist, für das man sich nicht schämen sollte. Hatten Sie nicht Angst, dass diese Vorangehensweise nicht aufgehen würde?

Es war nicht meine Hauptsorge, dass die Leute sich darüber aufregen würden. Am meisten bereitete mir Kopfzerbrechen, ob ich überzeugend über einen schwulen Charakter schreiben könnte. Davor hatte ich echt Angst. Aber dann habe ich mir überlegt, dass ich schließlich auch nicht wüsste, wie es ist, ein fünfzig Jahre alter Magier zu sein und das habe ich auch getan. Ich habe dann einfach auf meine eigene Empathie und meine Vorstellungskraft vertraut. Immerhin kenne ich schwule und lesbische Leute und ich empfinde sie nicht als anders. Dann habe ich darüber nachgedacht, wie ich über das Thema schreiben könnte, ohne daraus eine große Sache zu machen. Wir sind endlich in einer Zeit angekommen, in der es möglich ist, darüber zu schreiben, ohne eine große Sache daraus zu machen.

Haben  Sie irgendwelche seltsamen Angewohnheiten beim Schreiben?

(Überlegt). Manchmal stricke ich beim Schreiben.

Wie bitte?!

(lacht) Ja, nun. Wenn ich im Schreiben inne halte, weil ich über etwas nachdenken muss, schiebe ich meine Tastatur nach hinten und greife nach meinen Stricknadeln. Dabei kann ich wunderbar nachdenken. Zählt das als seltsame Angewohnheit?

Definitiv!

Wir lachen alle und Trudi Canavan zeigt uns das Reise-Strickzeug, dass sie mit sich führt.

Gibt es eine Geschichte, die Sie schon immer schreiben wollten?

Die RebellinJa! Ein Horror-Roman für Jugendliche! In einem Dorf herrscht eine ungewöhnliche Dürre. Die Wasserreserven neigen sich langsam ihrem Ende entgegen. Um herauszufinden, was los ist, unternehmen die Dorfbewohner einen Bootstrip. Und sie entdecken dabei, unter der Oberfläche des Sees, etwas Erschreckendes. Ich werde nicht verraten, was es ist, denn ich will diese Geschichte wirklich eines Tages schreiben. Ich werde sie „Village of the Dammed“ nennen. (Lacht)

(englisches Wortspiel aus „damned“ = verdammt und „dammed“ = gestaut).

Und erinnern Sie sich noch an die erste Geschichte, die Sie jemals geschrieben haben?

Als kleines Kind habe ich selbst ein kleines Büchlein gemacht. Ich habe einige Blätter zusammen gestanzt, auch mit Zeichnungen. Ich besitze es immer noch.

Wenn Sie einen fiktiven Charakter – aus Ihren eigenen Werken oder denen eines anderen – treffen könnten: Wer wäre das und weshalb?

(Trudi Canavan grinst breit) Mischief. Der kleine Tiergefährte aus „Das Zeitalter der Fünf„. Viele Fans – und auch ich – hätten unheimlich gerne so einen!

Nach dem Erfolg diverser Fantasy-Verfilmungen: Gibt es diesbezüglich bereits Pläne für eines Ihrer Bücher?

Momentan nicht. Es wurde bereits Interesse bekundet von amerikanischen Filmemachern. Aber solches Interesse verschwindet oft wieder, manchmal, vermute ich, aus finanziellen Gründen. Ich lehne mich einfach zurück und warte hoffnungsvoll ab, was passiert. Abgesehen davon habe ich ohnehin das Gefühl, dass entweder recht alte Bücher wie etwa „Der Herr der Ringe“ verfilmt werden, oder aber Kinder- und Jugendromane.

Andererseits haben wir jetzt ja „Game of Thrones“ als TV-Serie. Dadurch könnten sich vielleicht neue Möglichkeiten ergeben …

Wie würde Ihnen die Idee – vom Geld mal abgesehen – gefallen?

Sonea 2Mir würde das gefallen! Das wäre genau so wie mein Interesse an Buchcovern. Ich bin immer fasziniert davon, wie andere meine Geschichten, meine Welt und meine Charaktere interpretieren. Ich würde natürlich meine Daumen drücken und hoffen, dass sie nicht eine wirklich schlechten Film daraus machen würden. Das würde vermutlich jeder. Aber bei so einem Projekt hat man für gewöhnlich kaum Mitspracherecht, das ist einfach so. Man muss das den Experten überlassen – und hoffen, dass sie gute Arbeit abliefern.

Glauben Sie, dass Sie mit Abschluss der Trilogie Kyralia jetzt endgültig den Rücken kehren werden?

Ich habe inzwischen gelernt, niemals nie zu sagen. Aber momentan habe ich nicht genug Ideen für eine Fortsetzung. Ich warte, bis ich eine wirklich gute Idee für eine Handlung habe, dann werde ich darüber nachdenken. Bis dahin kümmere ich mich um andere Welten …

Verraten Sie uns zum Ausklang doch bitte noch etwas über den abschließenden Teil der Sonea-Trilogie.

Gern. Zu Beginn des dritten Bandes will Lorkin zur Gilde zurück kehren. Aber der sachakanische König lässt ihn nicht. Er lässt sich einiges einfallen, um Lorkin bei sich zu behalten …

Vielen Dank!

Trudi Canavan signiertÜbrigens habe ich Trudi Canavan natürlich verraten, dass einige Fragen von euch stammen. Sie fand die Aktion toll und hat tatsächlich die Bücher, die Penhaligon zur Verfügung gestellt hat, signiert. Sie sollten in den nächsten Tagen bei den glücklichen Gewinnern eintrudeln.

Am Abend fand in Berlin dann noch die moderierte Lesung aus „Sonea – Die Heilerin“ statt. Auch diese Lesung war ein tolles Erlebnis, was nicht zuletzt daran lag, dass sie überaus charmant und humorvoll von Margarete von Schwarzkopf moderiert wurde.

Trudi Canavan 03Trudi Canavan und Schauspieler Hans Werner Meyer lasen abwechselnd aus dem Roman vor – im Anschluss daran gab es einen intelligenten und interessanten Dialog mit der Moderatorin, eine Fragen & Antwort-Runde – bei der sich herausstellte, dass man Sonea nicht mit Betonung auf das e spricht, sondern genauso wie „Sonja“ – sowie die Möglichkeit, sich die Bücher von der Autorin signieren zu lassen.

Ich war gemeinsam mit Bine von meine-rezensionen.de auf der Lesung. Von ihr stammen auch die Fotos, die dieses Interview illustrieren. Mein Dank gilt auch dem Penhaligon-Verlag für die tolle Gelegenheit!

Trudi Canavans Website findet ihr hier.

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4 Comments »

  1. Ich hole jetzt, hier und sofort mein Strickzeug wieder aus dem Schrank und fange ein paar neue Socken an. *g*
    Danke für das schöne Interview!

    Comment by Susanne — 11. Juli 2011 @ 15:10

  2. Wurde von uns auf Facebook verlinkt. Danke für das schöne Interview. Wirklich toll! :o)

    Liebe Grüße,
    Angelika

    Comment by Angelika — 11. Juli 2011 @ 17:53

  3. @Danke für’s Verlinken!!

    Comment by Darkstar — 11. Juli 2011 @ 21:35

  4. Das einzig schlechte an ihren Büchern ist die Wartezeit aufs nächtse…

    Comment by Idhras — 21. Januar 2012 @ 14:11

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