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21. Januar 2015

The White Queen (DVD)
Die Rosenkriege aus weiblicher Sicht

Category: Filme/Serien,Rezensionen – Darkstar – 20:47

TWQEngland im 15. Jhd.:

Im Kampf um die Krone bekriegen sich die Adelshäuser York und Lancaster unerbittlich. Morgen erscheint die britische History-Serie „The White Queen“ auf DVD, die auf den Romanen von Philippa Gregory basiert.

Wer es mystisch mag, kommt hier auf seine Kosten.

Worum geht’s?

Als Edward IV. (Max Irons) den Thron besteigt, ist bereits viel Blut geflossen. Die junge Witwe Elizabeth Woodville (Rebecca Ferguson) hofft eigentlich nur darauf, vom neuen König das Land zugesprochen zu bekommen, dass ihre Schwiegereltern ihr nach dem Tod ihres Gatten weggenommen haben. Doch die Begegnung der beiden verläuft unerwartet anders. Edward verliebt sich in die schöne Witwe, obwohl diese eigentlich dem feindlichen Haus der Lancasters angehört. Gegen den Willen von Richard Neville, Edwards engstem Berater, nimmt der frischgekrönte König Elizabeth zur Frau – und schwächt so seine Machtposition.

TWQDer Londoner Königshof wird Elizabeth zudem alles andere als herzlich empfangen. In dieser politischen Grube kreuzt ihr Weg den von Margaret Beaufort (Amanda Hale), einer von religiösen Fanatikerin, die davon träumt, dass ihr eigener Sohn eines Tages auf dem englischen Thron sitzt, und den der jungen Anne Neville (Faye Marsay), Tochter ihres Feindes Richard Neville. Als die Rosenkriege wieder aufflammen, nehmen alle drei wichtige Schlüsselpositionen ein …

Meine Meinung:

„The White Queen“ basiert auf Romanen der britischen Autorin Philippa Gregory. Aus ihrer Feder stammt auch „Die Schwester der Königin„, der prominent mit Natalie Portman, Scarlett Johansson und Eric Bana besetzt verfilmt wurde.

TWQ„The White Queen“ spielt einige Jahrzehnte vor „Die Schwester der Königin“ und beleuchtet die blutige Zeit der Rosenkriege aus weiblicher Sicht – sicher eine der bekanntesten und auch grausamsten Epochen in der englischen Geschichte. Anstatt sich auf die Kämpfe auf den Schlachtfeldern zu konzentrieren, fokussiert sich „The White Queen“ auf das Geschehen bei Hof. Ein Krieg wird nie nur mit Schwertern gewonnen, sondern auch mit Verführung, Intrigen, Verrat, Manipulation – und Magie.

Mystisch

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Denn Elizabeth Woodville entstammt in mütterlicher Linie einem Adelsgeschlecht, dass seinen Ursprung auf den geheimnisvollen Wassergeist Melusine zurückführt. Ihre Mutter Jacquetta (Janet McTeer) hat sie die Kunst der Magie gelehrt, und so wirkt Elizabeth ihre Zauber, wenn sie ihren Mann auf dem Schlachtfeld in Gefahr wähnt. Sie beschwört Stürme herauf und besitzt eine seherische Gabe. Die Beurteilung, ob Elizabeth Kräfte real sind, überlässt die Serie dem Zuschauer. Das Ergebnis ist allerdings, dass der historischen Serie ein leicht mythischer Touch anhaftet, der mich als Fantasyfan sehr angesprochen hat.

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Das Thema selbst – höfische Intrigen und ein Kampf um den Thron – wird sicher den einen oder anderen „Game of Thrones“-Fan hellhörig machen. Ganz klar muss gesagt werden, dass „The White Queen“ in vielen Dingen ein paar Nummern kleiner ist als die HBO-Erfolgsserie: Sowohl was Storyplots, als auch die Ausstattung und die Special Effects angeht.

Optik

TWQDas macht die Serie inhaltlich allerdings auch übersichtlicher. Wirkt die erste Hälfte der ersten Episode visuell noch etwas blass, verliert sich dieser Eindruck mit Elizabeths Ankunft am Königshof: Die Roben werden eindrucksvoller, die Kulissen opulenter. Das Mittelalter wird für TV-Verhältnisse gut in Szene gesetzt, auch wenn es in Wahrheit natürlich wesentlich dreckiger und verdorbener gewesen sein mag. Das das alles hier etwas sauberer und leuchtender wirkt, stört (mich) überhaupt nicht. (Im Gegenteil).

Wie es sich für eine Serie mit einer weiblichen Titelfigur und mit einer Konzentration auf die Frauen gehört, spielen vor allem die Darstellerinnen von „The White Queen“ bis in die Nebenrollen stark. Vor allem Janet McTeer als Elizabeth Mutter Jacquetta als auch die mit beeindruckender Intensität die fanatische, fast wahnsinnige Margaret spielende Amanda Hale besitzen beeindruckende Bildschirmpräsenz.

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Mini-Serie

Zehn Episoden umfasst die erste und (leider) bisher einzige Staffel der Serie. Erzählt wird natürlich nicht der komplette Verlauf der Rosenkriege, aber Edwards und Elizabeth Geschichte wird von Anfang bis Ende präsentiert, so dass „The White Queen“ wie eine in sich abgeschlossene Mini-Serie wirkt, die problemlos für sich stehen kann.

(Und wer weiß, mit etwas Glück wird es ein Sequel geben. Denn obwohl es sich bei der Serie um eine britische Produktion handelt, hat der US-Sender Starz Interesse an einem Sequel bekundet, dass auf Gregory Roman „The White Princess“ beruhen könnte und somit die Geschichte der Rosenkriege eine Generation später fortsetzen würde).

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Fazit:

Wer historische TV-Serien, das düstere Mittelalter und / oder historisch-phantastische Stoffe generell mag, kommt hier – nicht zuletzt dank wirklich toller Schauspieler – auf seine Kosten.

Screenshots & Quartett-Bilder (c) Twentieth Century Fox Home Entertainment

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