Darkstars Fantasy News


11. Januar 2010

Darren Shan: Mitternachtszirkus
Willkommen in der Welt der Vampire

Category: Hörbücher,Rezensionen – Darkstar – 08:00

Darren Shans MitternachtszirkusRechtzeitig zum Kinostart der Verfilmung (07.01.2010) hat der Hörverlag die ersten drei Hörbücher aus Darren Shans Mitternachtszirkus-Reihe in einem nett aufgewachten Sammelschuber aufgelegt: Fünfzehn CDs in insgesamt drei einzelnen Plastik-Hüllen gemeinsam in einem Pappschuber. Damit entspricht die Sonderausgabe inhaltlich den drei Romanen, die auch dem Kinofilm zu Grunde liegen.

Worum geht’s überhaupt?

Darren Shan, der fiktive Ich-Erzähler der Reihe, lebt als Teenager mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in einer kleinen Stadt. Er ist gut in Sport und hat ein außergewöhnlich großes Faible für Spinnen. Sein bester Freund ist der rebellische Steve. Darrens Leben, mit dem er bis dato überaus zufrieden war, ändert sich abrupt, als der Cirque du Freak in der Stadt halt macht: ein Monstrositätenkabinett, dass von Gesetzeswegen eigentlich verboten ist. Das hält Darren und Steve allerdings nicht auf, die geheime Show zu besuchen, als sich ihnen die Gelegenheit bietet. Fasziniert beobachten die beiden Jungs, wie die Freaks des Zirkus die absurdesten Kunststücke vollführen: da gibt es eine Frau, die mit ihren Zähnen Metall zerbeissen kann und eine, die sich einen Bart wachsen lassen kann – und den geheimnisvollen Mr Crepsley mit seiner dressierten Giftspinne. Als Darren die entdeckt, ist es um ihn geschehen. In einer waghalsigen, unüberlegten Aktion macht er sich auf, diese Spinne zu stehlen … ein Vorhaben, dass schließlich dazu führt, dass Steve beinahe stirbt und Darren sich, um das Leben seines besten Freundes zu retten, auf einen unheimlichen Deal einlassen muss: Mr Crepsley macht Darren zu seinem Gehilfen und zu einem Halbvampir. Das bedeutet für den Jungen, dass er sein Zuhause verlassen und sich dem geheimnisvollen Mitternachtszirkus anschließen muss ohne die Hoffnung, jemals wieder ein normales Leben zu führen …

Wie Twilight, nur ganz anders?

In Anbetracht der Vampir-Welle, die nicht zuletzt Stephenie Meyers Bestseller-Saga Twilight losgetreten hat und die ja auch im Kino punkten konnte, ist es nur natürlich, dass sich Hollywood auf ähnliche Stoffe stürzt. Die Darren Shan-Reihe hat zwar bereits ein gutes Duzent Jahre auf dem Buckel, wenn man die Hörbücher hört, wird einem aber schnell klar, dass der Stoff den Nerv der Zeit gut trifft. Im Gegensatz zu Twilight richtet sich der Mitternachtszirkus sowohl an ein männliches, als auch an ein etwas jüngeres Publikum. Im Mittelpunkt der Handlung steht keine romantische Liebesgeschichte, sondern das aufregende Abenteuer eines Jungen im Teenager-Alter. Die kuriosen Figuren – wie etwa der Schlangenjunge, mit dem Darren sich im Verlauf der Hörbücher anfreundet – gefallen und sind tatsächlich schön freakig: sanfter Horror für ein junges Publikum also, dass nicht zu brutal und erschreckend daher kommt.
Zudem werden gekonnt unaufdringlich moralische Aspekte aufgearbeitet, wenn es darum geht, wie Darren mit seiner neuen Existenz als Blutsauger umgeht und wo er lernt, Grenzen zu ziehen, um seine Menschenwürde nicht zu verlieren.

Die Hörbuch-Version an sich

… ist sehr gut gelungen. Es überzeugt nicht nur in der Aufmachung, sondern vor allem dadurch, dass Sprecher Jens Wawrczeck stimmlich eine tolle Arbeit abliefert. Viele Hörspielfreunde kennen ihn sicher als Stimme von Peter Shaw aus den Drei ???. Es ist unglaublich, wie toll Wawrczecks Stimme zu Darren passt, der die Handlung ja in der Ich-Form erzählt. Die verantwortlichen Redakteure haben zudem die Vorlage so bearbeitet, dass die Handlung schnell dahinfließt, ohne Logiklöcher aufzuweisen. Alles in allem darf man diese Sammelbox des Mitternachtszirkus’ als sehr gelungen betrachten und hoffe, dass Der HörVerlag sich auch weiterer Bände der Saga annimmt.

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1 Kommentar »

  1. Ich hab irgendwann vor ein paar Jahren die Bücher gelesen. Die waren wohl nett, sonst hätt ich ned mehrere gelesen. Aber erinnern kann ich mich nur sehr vage…

    Kommentar by saliss — 11. Januar 2010 @ 17:23

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