Darkstars Fantasy News


1. Mai 2016

Fantasy im Mai (Deutsche VÖ)
Phantastische Neuerscheinungen, die mich neugierig machen.

Category: News – Darkstar – 15:11

SommergeisterIm April habe ich es leider nicht geschafft, einen Artikel über die Genre-Neuerscheinungen zu schreiben, die mich neugierig machen. Eine Übersicht über die entsprechenden Mai-Titel gibt’s dafür gleich heute.

Wie immer gilt: Die Liste versteht sich nicht als allumfassend, es sind die Titel, die *ich* sehr spannend finde. (Und sicher habe ich einige dabei übersehen).

Bevor es gleich losgeht, etwas, dass ich bemerkenswert finde: Oft wird sich darüber beklagt, dass weibliche Autoren in der Fantasy (zumindest im Publikumsverlag) unterrepräsentiert sind.

Ich find es spannend, dass in meinen VÖ-Listen die Frauen stark in der Überzahl sind. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Mehrzahl der Titel aus dem Jugendbuch kommt. Das finde ich aber nicht schlimm. Denn momentan finde ich das Jugendbuch größtenteils ohnehin experimenteller und vielfältiger als die Erwachsenen-Fantasy.

Wie seht ihr das?

Aber jetzt erstmal zu meiner Auswahl für den Mai 2016:

FANTASY IM MAI 2016

Anne Bishop: In Blut geschrieben

Worum es geht:

In Blut geschriebenEntdecke eine Welt, die von den Anderen bevölkert wird unheimliche Wesen, die diese Welt beherrschen und für die Menschen Beute sind.

Meg Corbyn ist eine Cassandra Sangue, eine Blutprophetin, und kann in die Zukunft sehen, wenn ihre Haut geritzt wird. Eine Gabe, die sich eher wie ein Fluch anfühlt. Meg wird von ihrem Aufseher wie eine Sklavin gehalten, damit er unbegrenzten Zugang zu ihren Visionen hat.

Doch als sie entkommt, ist der einzig sichere Platz, an dem sie sich verstecken kann, der Lakeside Courtyard ein Geschäftsviertel, das von den Anderen geführt wird. Gestaltwandler Simon Wolfgard zögert, die Fremde einzustellen, die sich als menschliche Kontaktperson bewirbt. Er spürt, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Und warum riecht sie nicht nach menschlicher Beute? Doch sein Instinkt drängt ihn, Meg den Job zu geben.

Als er die Wahrheit über sie erfährt und dass Meg von der Regierung gesucht wird, liegt es an ihm zu entscheiden, ob sie den unausweichlichen Kampf zwischen Menschen und den Anderen wert ist.

Warum’s mich interessiert:

Weil ich auf gefühlt tausend US-Blogs sehr viel Gutes über die Reihe „The Others“ gelesen habe. Und weil ich Anne Bishops Bücher mag.

Der Klappentext ist es nicht, der den Roman jetzt für mich spannend macht. Und klingt eigentlich mehr nach „Paranormal Romance“ als nach „Urban Fantasy“, und bei „Paranormal Romance“ ist das bei mir immer so eine Sache: manchmal mag ich es, öfter aber mag ich es nicht. Und auch mit Gestaltwandlern kann ich persönlich eigentlich nicht so viel anfangen. Da hab ich Mercy Thompson für mich entdeckt, das reicht mir dann aber auch.

Trotzdem werde ich reinlesen. Einfach, weil es ja sein kann, dass mich die Urban Fantasy-Welt doch von den Socken haut und ich dann geflashed bin. Möglich ist das ja. Und wenn nicht, kann ich immerhin mitreden.

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Asa Böker – Im Glanz der Welten

Worum es geht:

Im Glanz der WeltenDie sechzehnjährige Silke aus dem schwedischen Silvbro flüchtet nach einer Mobbingattacke in die Anderswelt »Nordland«. Nach dem Übergang begegnet sie zwei gleichaltrigen Mädchen, die sich bereits im Leben behaupten mussten: Yrsas Mutter wurde als Hexe verbrannt und Unna ist gezwungen, als riesenhafte Missgeburt in der Schmiede ihres Vaters zu schuften.

Zusammen machen sich die Mädchen auf, dem Jahrhundertereignis Nordlands zu folgen: Leit. Unter Bewachung von grimmigen Soldaten ziehen eintausend zwangsrekrutierte Pflückerinnen aus, um die heiligen Diamantblumen zu ernten, die im unwegsamen Moor Fenmarken wachsen. Den Befehl über alle hat der ehrgeizige Anführer Crispin Silberschwert, der die Ehre seiner Familie wiederherstellen muss.

Doch die Arbeit im Moor ist gefährlich und nicht alle Mädchen werden Leit überleben.

Warum’s mich interessiert:

Das liegt sicher am märchenhaften Touch der Inhaltsbeschreibung und daran, dass die auf mich den Eindruck macht, dass das Buch sehr charakterorientiert ist – etwas, dass ich sehr mag.

Was ich eigentlich absolut nicht mehr lesen kann, ist die sogenannte „Weltenwechsel-Fantasy“, also ein Buch, in dem eine Figur aus unserer Welt den Übergang in eine andere macht. Irgendwie ist das ein Trope, den ich nicht mehr lesen mag. Für „Im Glanz der Welten“ schmeiße ich mal meine Vorbehalte über Bord und lese zumindest rein.

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Cassandra Clare – Lady Midnight

Worum es geht:

Lady MidnightNiemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten.

Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren.

Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt

Warum’s mich interessiert:

Das Buch musste jetzt mit auf die Liste, weil ich ja schon im Februar bei Erscheinen des US-Originals verkündet habe, dass ich es gern lesen würde.

Spannend übrigens, wie sich der deutsche und der englische Klappentext unterscheiden, oder? Guckt doch mal in meinem Februar-Eintrag. Ich nehme mal an, dass liegt u. a. daran, dass der neue Roman aus dem Shadowhunter-Universum jetzt nicht mehr bei „Arena“ erscheint, wie die „Chroniken der Unterwelt“, sondern bei Random House.

Das Feenvolk, dass für mich den Ausschlag gegeben hat, es mit dem Buch zu versuchen (ich bin derzeit in Kapitel 2), wird im deutschen Klappentext gar nicht erwähnt. Aber immerhin hat man das (tolle) Originalcover beibehalten.

Meine Begründung könnt ihr wie gesagt nochmal im Februar-Artikel nachlesen.

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Emily Kate Johnston: Tausend Nächte aus Sand und Feuer

Worum es geht:

Tausend Nächte aus Sand und FeuerLo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen.

Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück.

Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird

Warum’s mich interessiert:

Fairy Tale-Fantasy! Eine Adaption der Rahmengeschichte von Tausendundeine Nacht – und als solches ein Motiv, über das es keinen bis kaum einen Roman gibt.

Jedenfalls würde ich das jetzt steif und fest behaupten, wenn nicht erst vor zwei Monaten mit „Zorn und Morgenröte“ ein anderer Roman veröffentlicht worden wäre, der sich genau dieses Themas annimmt. (Zu meiner Rezi: Link folgen).

Trotzdem bin ich sehr neugierig, wie E. K. Johnston das Thema interpretiert. Im Vorfeld hätte ich ja behauptet, dass ich „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ die besseren Chancen einräume. Jetzt bin ich nicht ganz so sicher – aber umso gespannter.

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Aimee Kaufmann & Megan Spooner: These Broken Stars

Worum es geht:

These Broken StarsEs ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern:

Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus.

Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls

Warum’s mich interessiert:

Ein reiches Mädchen und ein armer Schlucker, die sich auf einem der luxuriösesten (Raum-)Schiffe der Menschheit begegnen und gemeinsam Schiffbruch erleiden: Gebt’s zu – hat einer von euch NICHT an „Titanic“ gedacht, als er das gelesen hat?

Als jemand, der auch an der zigsten gut gemachten Neuinterpretation von Märchen wie „Schneewittchen“ oder Sagen wie den „Nibelungen“ noch immense Freude hat, stört mich das aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich finde es toll, dass Spooner und Kaufman sich davon haben inspirieren lassen und da eine eigene Geschichte drauß stricken. Der Klappentext suggeriert ja auch, dass ein Großteil der Handlung *nach* dem Schiffbruch auf einem fremden Planeten spielt.

Irgendwie spricht mich die Idee voll an und um das Buch tanze ich eh schon herum, seit vor ein paar Jahren in den USA das Original erschienen ist (und das Schauspieler Eric Balfour („Haven“) gern als TV-Serie verfilmen würde.) Deshalb ist „These Broken Stars“ eins von drei Büchern auf dieser Liste, das ich definitiv gleich im Mai lesen will.

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Mary Rickert: Sommergeister

Worum es geht:

SommergeisterDie 15-jährige Bay Singer weiß, was sie im Dorf sagen: ihre Mutter sei eine Hexe. Sie habe eine dunkle Vergangenheit. Furchtbares sei Jahrzehnte zuvor geschehen, das niemand erfahren dürfe.

Bay leidet unter den Gerüchten und will sie nicht glauben. Doch etwas in ihr weiß es besser. Tatsächlich ahnte sie schon immer, dass ihre Mutter ihr etwas verschweigt. Und je weiter sie nachforscht, desto größer werden die Geheimnisse, auf die sie stößt – warum kann Bay auf einmal Geister sehen? Welchen jahrzehntealten Bund schloss ihre Mutter mit zwei weiteren, mysteriösen Frauen? Und welche Rolle spielt Bay selbst in den Ereignissen, die bis heute nachwirken?

In einem magischen Sommer treffen alte Feinde und neue Freunde aufeinander. Und Bay entdeckt die unvorstellbare Wahrheit, die das Leben aller für immer bestimmen wird …

Mary Rickerts preisgekröntes Debüt erzählt von mehr als einem alten Geheimnis. Es ist eine zauberhafte Saga vom Erwachsenwerden und den Brücken zwischen Mutter und Tochter, Gegenwart und Vergangenheit, Freundschaft, Liebe und den Schatten, die uns nicht mehr loslassen.

Warum’s mich interessiert:

Auch ein Must-Read!

Vor allem, weil der Klappentext genau die Buttons bei mir drückt, die’s braucht, um mich sofort neugierig auf ein Buch zu machen (Familiengeheimnis, Hexen, mysteriöse Frauen, ein magischer Sommer). Aber auch, weil Piper Fantasy-Programmchef Carsten Polzin mir das Buch Anfang des Jahres bereits ans Herz gelegt hat, als ich mit ihm über weibliche Fantasy-Autorinnen in deutschen Publikumsverlagen diskutiert habe.

Ich bin sowas von gespannt!

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Maria Turtschaninoff – Maresi: Das Lied der Insel

Worum es geht:

MaresiIn einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen.

Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit.

Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten

Warum’s mich interessiert:

HEYNE, falls du das liest: Was denkst Du Dir bitte mit Deinen Covern? Nach „Das Schwert der Dämmerung“ und „Die Traumknüpfer“ im Februar, bei denen ich mir nur dachte: „Okay, gelb“ und „Oha, grau mit rot“, bringst du jetzt das nächste Cover, bei dem ich mir denke: „Verwaschenes blau“.

Ich meine, geht das nur mir so? Auf mich wirkt das so, als ob der Verlag seinen eigenen Büchern selbst nicht zutraut, aus der Masse herauszustechen, und es deshalb gar nicht erst versucht. Wollt ihr, liebe Co-Leser da draußen, solche Titelbilder? Bin ich auf dem falschen Dampfer? Ich liebe meine Fantasy magisch und das drückt sich für mich am besten in opulenten, farbigen Bildern aus. Das schmeichelhafteste, was mir zu diesem Cover einfällt ist, dass es wie eine Hommage-Zeichnung an Marion Zimmer Bradleys „Die Nebel von Avalon“ aussieht (nicht eine Hommage an das Cover, sondern an die Handlung: die Frau in der Barke, die durch den Nebel auf eine Insel zusteuert).

Und sind wir mal ehrlich, die Inhaltsangabe von Maresi klingt auch, als sei der Hauptschauplatz des Romans eine Hommage an Avalon. So als hätte die Autorin den Handlungsort Avalon so sehr geliebt, dass sie ihn abgewandelt und als Ort für ihren eigenen Roman gewählt hat, um dort wiederum eine (hoffentlich) eigene, andersartige Geschichte zu erzählen.

Tja, und genau der Avalon-Vergleich ist es auch, der mich neugierig auf das Buch macht. Mal sehen, ob ich das bekomme, was ich mir erhoffe. Und ob ich mich dann darüber beschwere, oder ob ich begeistert davon bin. Mit uns Lesern ist es aber auch nicht leicht.

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Das war’s für heute von mir.

Eine Übersicht mit englischen Neuerscheinungen Mai 2016 ist in Arbeit.

Wie sieht’s bei euch aus? Irgendwelche Lieblingstitel, die ihr mir ans Herz legen mögt?

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