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1. November 2018

Der Nussknacker und die vier Reiche (Kino-Tipp)

Category: Filme/Serien,Rezensionen – Darkstar – 08:30

Heute startet der neue Disney-Streifen in den Kinos: Der Nussknacker und die vier Reiche ist ein opulent inszenierter Realfilm, der hervorragend in die Weihnachtszeit passt.

Anders als Verfilmungen wie Maleficent oder Die Schöne und das Biest richtet er sich überwiegend an Kinder, funktioniert aber auch wunderbar als Familienkino.

Nussknacker 01

Wenn ihr z. B. die Narnia-Filme mochte, ist Der Nussknacker und die vier Reiche genau euer Fall.

Ich war bereits in der PV und bin begeistert von den schönen Bildern, netten Ideen, der dem Film zugrunde liegenden Botschaft – und den hervorragenden Schauspielerinnen, die diesen Film dominieren.

Mit E. T. A. Hoffmanns Vorlage Nussknacker und Mausekönig hat die Verfilmung allerdings fast ebenso wenig zu tun wie Andersens Schneekönigin mit Disneys Frozen. Hier wie da ist aber ein fantasievoller Film entstanden.

Die Handlung

Die junge Clara (Mackenzie Foy) verbringt mit ihrem Vater und ihren beiden Geschwistern das erste Weihnachtsfest ohne ihre vor kurzem verstorbene Mutter. Sie hat eigentlich keine rechte Lust, zum traditionellen Weihnachtsfest ihres Patenonkels (Morgan Freeman) zu gehen. Diesem gelingt es jedoch, sie ein Stück weit aus dem Schneckenhaus, in das sie sich durch ihre Trauer zurückgezogen hat, herauszulocken und weißt ihr den Weg in eine magische Anderswelt.

In den Vier Reichen, beherrscht vom König der Blumen, dem König der Schneeflocken und der Zuckerfee (Keira Knightley), muss sie nach einem goldenen Schlüssel suchen. Der befindet sich im Besitz der Mäuse, den Kreaturen der bösartigen Mutter Ginger (Helen Mirren).

Nussknacker 02

Gemeinsam mit dem Nussknacker-Soldaten Philip durchquert Clara schneebedeckte Tannenwälder, düstere Landschaften und die strahlendschönen Reiche der Blumen und der Süßigkeiten – und nimmt gegen Mutter Ginger den Kampf auf. Die Suche nach dem Schlüssel wird für Clara eine Suche nach der eigenen Herkunft und die Suche nach sich selbst …

Visuell verzaubert der Film

Der Trailer hat es bereits verraten: Die Disney-Studios haben dieses märchenhafte Weihnachtsabenteuer in atemberaubenden Bildern inszeniert. Schwäne, Schlösser, Waldlandschaften und ein unheimliches Zirkuszelt – auch visuell verzaubert Der Nussknacker und die vier Reiche.

An den zahlreichen Details der magischen Anderswelt mag man sich gar nicht satt sehen.

Allerdings haben die Produzenten auch sehr überzeugend die Mäusearmee von Mutter Ginger animiert, die sich Clara mehrfach in den Weg stellt. Die kleinen Nager rotten sich zu riesigen, gefährlichen Gestalten zusammen. Beim Anblick der wuselnden Leiber ist auch mir ein Schauer über den Rücken gelaufen. Kinder sollten den Film deshalb besser gemeinsam mit ihren Eltern anschauen. Die düsteren Szenen halten sich allerdings in Grenzen. Trotz der in der zweiten Hälfte spannenden Actionhandlung dominieren die schönen Bilder.

Keira Knightley ist Zucker, Mackenzie Foy beeindruckend

Sehr begeistert haben mich auch die Darsteller.

Normalerweise bin ich nicht der größte Fan von Keira Knightley. Im Nussknacker spielt sie die Zuckerfee Sugarplum allerdings so herzallerliebst und gibt ihr eine sehr individuelle, besondere Note, dass ich echt hin und weg war.

Neben erfahrenen Darstellern und einer Leinwandgröße wie Helen Mirren möchte man meinen, Clara-Darstellerin Mackenzei Foy würde gewaltig abfallen. Aber die damals 16jährige Darstellerin hat mich als jugendliche Heldin stark beeindruckt. Sowohl in ihren traurigen und nachdenklichen Szenen, als auch in den Sequenzen, in denen Clara über sich hinauswächst und sich als mutige, kämpferische Heldin erweist liefert die Schauspielerin überzeugend ab. Wow.

Nussknacker 03

Überhaupt ein großes Lob an die Drehbuchautoren, die nicht den Fehler gemacht haben, Clara nach den üblichen Gender-Stereotypen zu entwerfen. Sie ist nicht nur clever und mutig, sondern auch eine ausgezeichnete Mechanikerin, wissenschaftlich interessiert und sie setzt ihre Kenntnisse im Kampf ein. Sie scheut nicht vor Konfrontationen zurück, ist kein „Prinzesschen“, sondern klettert mutig in schwindelerregender Höhe und stürzt sich in den Kampf.

Angenehme Länge

Da ist es auch nicht schlimm, dass die Handlung nicht zu verworren ist und recht stringent erzählt wird. Es gibt zwar ein paar Wendungen, aber eine wahnsinnig komplexe Geschichte sollte man nicht erwarten. Das ist aber im Hinblick darauf, dass der Nussknacker vor allem Kinder- und Familienfilm sein will, eher ein Vorteil.

Ebenfalls wunderbar:

In einer Zeit, in der Filme oft zwei Stunden und länger  sind, dabei aber leider viel zu oft an Momentum verlieren, zieht man den Streifen hier nicht künstlich in die Länge. Nach 100 Minuten (die einem kürzer vorkommen) ist alles erzählt, das Böse besiegt und Clara und der Zuschauer glücklich. Klar, man hätte gern noch mehr von der magischen Welt der Vier Reiche gesehen, aber so wird der Schlussstrich gesetzt, bevor es langweilig werden konnte. Danke dafür!

Der Nussknacker und die vier Reiche ist ein toller Film für die Vorweihnachtszeit.

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