Darkstars Fantasy News


25. Dezember 2015

Jahresvorschau 2016: Ju Honisch

Category: News – Darkstar – 10:00

Schwingen aus SteinIn den nächsten Tagen wage ich mit einigen Phantasten einen Ausblick in die Zukunft!

Ich freue mich, dass viele Fantasy-AutorInnen meiner Einladung gefolgt sind und im Rahmen einer „Jahresvorschau“ in kleinen Gastbeiträgen schon jetzt verraten, auf welche Werke aus ihrer Feder wir Leser uns in 2016 bereits freuen dürfen.

Den Anfang macht heute Ju Honisch, die 2009 für ihren Debütroman „Das Obsidianherz“ mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet wurde und die für „Schwingen aus Stein“ den „SERAPH 2014“ erhielt.

Gastbeitrag von Ju Honisch

Es ist ein bisschen schwierig, etwas über ein Buch zu sagen, über das man noch nichts sagen darf. Man fühlt sich ein bisschen wie ein Politiker, der von einer geheimen Ausschusssitzung direkt zu einem Interview geht.

Der nächste große Roman von mir wird im Herbstprogramm von Droemer Knaur ercheinen. Bislang hat er nur einen Arbeitstitel – den ich aber gerne beibehalten würde, so der Verlag nicht noch auf etwas Schöneres kommt. „Seelenspalter“ heißt das Buch. Das Manuskript ist fertig geschrieben und liegt bei der Lektorin.

Es spielt in seiner eigenen Welt, einer Welt, die ich mit sehr viel Akribie entstehen habe lassen. Menschen, Geschichte, Flora, Fauna, Religionen – letztere spielen aber nur eine untergeordnete Rolle. Die Protagonisten bringen sich gegenseitig auf erfreulich agnostische Weise um, was aber nicht heißt, dass sie es nicht für irgendwelche ausnehmend dumme Ideen tun, die man ihnen von Kindheit an ins Hirn gepflanzt hat. Wir Menschen sind ja gut in so was.

Der „Tech-Level“ ist kurz vor der Erfindung des Schwarzpulvers, also eine spätmittelalterliche Welt, die eine Phase großen kulturellen Fortschritts hinter sich gebracht und fast vollständig vergessen hat. Auch hier Parallelen zu Römerreich und darauf folgenden „Dark Ages“. Immerhin: Man hat noch ein wunderbares Straßennetz, auch wenn es langsam kaputtgeht. Man hat schöne Städte, die nach und nach zerbröseln. Und im Gewirr des zerbrochenen Reiches gehen Jahr für Jahr immer mehr fortschrittliche Handwerkskünste verloren – bis auf die, die zu Kampf und Krieg taugen.

Zu der Handlung kann ich noch nicht viel sagen. Aber ich verrate doch so viel: Es wir spannend auf vielen Seiten eines durchaus dicken Buches. Nun. Etwas anderes hat der geneigte Leser vermutlich auch nicht erwartet.

Immerhin, ich gebe einen kleinen Tipp: Die Idee zu dem Buch habe ich von einem Lied. Es ist ein Lied, das ich vor Jahren selbst geschrieben habe. Meistens ist es ja umgekehrt – man liest ein Buch, sieht einen Film und wird dann inspiriert, ein Lied zu schreiben. Hier bin ich den umgekehrten Weg gegangen. Das Lied ist hier angehängt. Und reinhören kann man hier!

Ich werde sicher auch wieder auf einigen Veranstaltungen lesen, nächstes Jahr. Da allerdings das Buch erst im Herbstprogramm erscheint, werde ich davor hauptsächlich aus dem eben erst erschienenen „Bisse“ lesen. Und vielleicht aus „Die Quellen der Malicorn„, zu dem in Kürze vielleicht auch etwas Neues zu berichten sein wird. – Schon wieder so eine kryptische Andeutung. Ich bin heute wirklich ungemein geheimnisvoll.

Ju Honischs Website findet ihr hier!

Und morgen geht’s weiter mit Christoph Hardebusch …

 

1 Kommentar »

  1. Ju und dicke Bücher? Ich bin entsetzt! :) Und jetzt werde ich wieder ernst … Mit dem Beitrag und den kryptischen Andeutungen habt ihr mich neugierig gemacht, ich bin ja auch gespannt was es möglicherweise so zu „Die Quellen der Malicorn“ zu berichten gibt. Und ich will mich dieses Jahr endlich meiner Spinnen-Phobie (zumindest bei den großen Exemplaren) stellen und „Jenseits des Karussells“ lesen. Ich hoffe, das klappt …

    Liebe Grüße,
    Marny

    Comment by Marny | Fantastische Bücherwelt — 7. Januar 2016 @ 10:23

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