Darkstars Fantasy News


10. Mai 2020

Anja Ukpai: Meridian Princess

Category: Rezensionen,Romane – Darkstar – 12:20

Meridian PrincessWart ihr schon einmal in der Clockmakers Academy? In dieser gut versteckten Schule mitten in London, an der die geheime Zeiterbengesellschaft ihren Nachwuchs in der Kunst der Portalsprünge, dem Gestaltwandel und dem Kampf gegen Dämonen unterrichtet? Falls nicht, solltet ihr unbedingt MERIDIAN PRINCESS von Anja Ukpai lesen.

Jade, Anja Ukpais Hauptfigur, ist 15 Jahre alt, als sie von der Geheimgesellschaft der Zeiterben erfährt: Menschen, die die Fähigkeit besitzen, sich auch dann zu bewegen, wenn für den Rest der Menschheit kurz die Zeit stillsteht und sich die Grenzen der Unwelt öffnen. Ihr ganzes Leben lang hat sie in Schottland verbracht. Im Herzen von London findet sie neue Freunde – und begegnet Totengänger, Kreaturen aus der Schattenkluft und Schutzgeistern. Die titelgebende Meridian Princess ist übrigens ein magischer Uhrzeiger. Er ist vor vielen Jahren verschollen und wird nun (more…)

31. Oktober 2019

Mercedes Lackey: The Wizard of London (Audiobook)

Category: Hörbücher,Rezensionen – Darkstar – 14:35

Wizard of LondonEngland im Viktorianischen Zeitalter: Nach mehreren aufregenden Jahren in Indien ist Isabelle Harton mit ihrem Ehemann Frederick nach London gezogen. Gemeinsam haben die Hartons dort eine Internatsschule für Kinder aufgemacht, deren Eltern in den Kolonien leben, sowie für Kinder mit “Talent”, d. h. Kinder mit PSI-Fähigkeiten. Als die junge Sarah von ihren Eltern, die als Missionare in Afrika leben, an die Schule geschickt wird, erkennt Isabelle schnell, dass das Mädchen über besonders starke parapsychologische Kräfte verfügt. Nicht (more…)

3. Oktober 2019

Interview mit Stephan R. Bellem

Category: Interviews – Darkstar – 14:44

Ruf der Rusalka

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, wisst ihr, dass ich mich bereits seit einer ganzen Weile auf den neuen Roman von Stephan R. Bellem freue.

Nicht nur, weil Stephan in den vergangenen Jahren gleichermaßen zu einem wunderbaren Freund und inspirierenden Schreibbuddy geworden ist, sondern auch, weil ich die Geschichte, an die er sich diesmal gewagt hat, ebenso spannend wie bewegend finde. 

Im nachfolgenden Interview gibt er uns einen Vorgeschmack darauf, was uns in RUF DER RUSALKA erwartet. 

Vorher aber noch fix die Verlagsbeschreibung:

Lewis hat sich geschworen, es nie wieder zu tun. Doch der faszinierenden Fremden kann er nicht widerstehen. Als Londons größter Ermittler soll er den Mord an ihrer Freundin aufklären.

Aber mit jedem Schritt holen ihn die Bilder seiner Vergangenheit wieder ein und drohen, ihn unter sich zu begraben.

Wäre da nicht die Frau an der Themse. Kann sie ihn vor sich selbst retten?
Kate kann endlich der Eintönigkeit Manchesters entkommen und wagt sich nach London, um ihrem Traum nachzujagen: der nächsten großen Story. Und was wäre größer als ein Serienmörder?

Aber die Morde sind erst der Anfang. Kate und Lewis tauchen ein in eine Welt der Geheimgesellschaften und okkulten Rituale. Können sie die Vernichtung Londons noch aufhalten?

Lieber Stephan, welche Farben und Schlagworte fangen für dich die Atmosphäre von RUF DER RUSALKA ein?

Nebel, Selbstzweifel, Grau, Hoffnung, wärmendes Licht.

Was hat Dich zur Handlung des Buches inspiriert?

Die Rusalka selbst. Also die slawische Sage.

Ich mochte die tiefe Melancholie, die der Sagenfigur anhaftet. Und ich wollte diese Stimmung auf London übertragen, mit seinen Gaslaternen (obwohl die zu jener Zeit schon großflächig durch elektrische Lampen ersetzt wurden).

Was magst du an deinen Hauptfiguren am liebsten?

Lewis ist ein nüchterner Analytiker, der mit sich selbst einfach nicht ins Reine kommt. Er verzweifelt letztlich am eigenen Intellekt und der Grausamkeit der Welt, die er nicht ändern kann. Diese Hilflosigkeit mit unserer Umwelt, die fühlen wir (glaube ich) alle zuweilen.

Ich mag an ihm, dass er dennoch nicht aufgibt und schließlich einsieht, dass er nicht verleugnen kann, wer er ist.

Und Kate?

Tja, sie ist ein wenig der Gegenentwurf zu Lewis. Oder vielleicht auch nur eine optimistischere Version von ihm. Sie ist nicht bereit, sich mit Konventionen abzugeben und sich von ihnen einschränken zu lassen. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und kämpft entschlossen gegen alle Widerstände. Das finde ich so bewundernswert an ihr. Sie trifft auf ein Problem, doch anstelle daran zu verzweifeln, versucht sie, eine Lösung zu finden.

Lewis kennt die Lösung oft schon, verzweifelt aber an dem Problem, das Weichei. ;)

Deine Geschichte spielt diesmal nicht in einer Fantasy-Welt, sondern in London. Wie wichtig war die Recherche und wie sah die aus?

Nun, es war klar, dass ich den historischen Kontext möglichst korrekt abbilden wollte. Also habe ich eine ganze Menge recherchiert.

Bspw. gab es die Hunderasse des Berner Sennenhunds noch nicht, da sie erst nach 1900 festgelegt wurde. Vermutlich stammten die ersten Exemplare aber aus Dürrbach in der Schweiz. Daher gelten die Dürrbächler auch (soweit ich das gefunden habe) als Vorfahren der Berner Sennen. Und die Hunderasse hat es mir einfach angetan.

In einer frühen Version hatte ich vor, real existierende Zeitungsnamen zu verwenden und deren Chefredakteure. Am Ende bin ich aber davon abgekommen. Hier habe ich quasi die Recherche ignoriert und der Phantastik den Vorzug gegeben. Es erschien mir einfach besser, da ich so keine Persönlichkeitsrechte verletzen konnte, auch wenn die realen Personen schon eine Weile nicht mehr leben.

Stadtpläne, Lebenshaltungskosten, Mode, Technik – man fällt da schnell in einen Kaninchenbau. Für Kates Artikel auf dem Buchcover habe ich mehr als eine Stunde britische Schulpflicht usw. nachgeschlagen.

Sogar das versuchte Attentat auf den deutschen Kaiser 1883 gab es wirklich. Allerdings habe ich mir da mehr Freiheiten genommen.

Und der Komponist Antonín Dvorák kam zu jener Zeit gerade tatsächlich aus den USA zurück. Vielleicht hat er ja tatsächlich Halt in London gemacht?

Hat dich das Schreiben dieses Buches auf eine Art und Weise gefordert, wie das zuvor noch nicht der Fall gewesen ist?

Oh ja! Diesmal habe ich deutlich mehr im Voraus geplant. Das war deutlich außerhalb meiner Komfortzone, aber ich finde, es hat sich gelohnt.

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Wirst du der Welt und/oder den Charakteren, die du für dein Buch geschaffen hast, irgendwann noch einmal einen Besuch abstatten?

Ah, die Frage, nach der Fortsetzung. Nun, »Ruf der Rusalka« ist ein Einzelband.

Würde ich gerne zurück nach London? Keine Frage! Aber wenn, dann wäre auch das wieder ein Einzelband, den man unabhängig von der Rusalka lesen könnte. Aber die Frage entscheide ohnehin nicht ich, sondern die Leser. ;)

Ansonsten arbeite ich auch an ein paar anderen Ideen, von denen aber noch keine spruchreif ist. Von High Fantasy bis zu Near Future ist das alles dabei. Mich auf ein Genre festlegen war noch nie meine Stärke

Vielen Dank!

Stephan Bellem im Internet: Instagram, Website

Das Buch bestellen: Drachenmond Verlag 

19. August 2018

C. E. Bernard: Palace of Glass

Category: Rezensionen,Romane – Darkstar – 19:10

Palace of GlassIm England der Zukunft sind zwischenmenschliche Berührungen verboten.

Kummerbünde sind deshalb wieder groß in Mode. Hände müssen hinter dem Rücken verschränkt werden und Handschuhe sind ebenso wie hohe Halskrausen obligatorisch. In der U-Bahn und auf der Straße hat man Abstand voneinander zu halten. Zu Groß ist die Angst vor den Magdalenen – Menschen, die die Fähigkeit haben, bei Hautkontakt die Gedanken ihres Gegenübers lesen und manipulieren zu können.

Rea Emris ist eine Magdalena. (more…)

17. August 2018

Gay Friday: Fingersmith
2tgl. BBC-Verfilmung nach Sarah Waters

Category: Filme/Serien,Rezensionen – Darkstar – 12:30

FingersmithEngland im 19. Jahrhundert:

Sue wächst in einem heruntergekommenen Viertel in London als Zögling der zwielichtigen Mrs. Sucksby auf. Ihren Unterhalt verdient sie sich als Taschendiebin. Eines Tages unterbreitet ihr der durchtriebene Gauner „Gentlemen“ einen Vorschlag, der sie über Nacht zu einer reichen Frau machen könnte. Wenn sie sich auf eine gewissenlose Intrige einlässt:

„Gentlemen“ will, dass Sue eine Stellung als Zofe bei der gleichaltrigen Maud annimmt, die bei ihrem Onkel einsam und weltfremd auf dem Land (more…)

20. August 2017

V. E. Schwab: Vier Farben der Magie

Category: Rezensionen,Romane – Darkstar – 16:04

Vier Farben der MagieIn V. E. Schwabs Vier Farben der Magie ist London nicht nur eine Stadt, sondern viele.

In verschiedenen Dimensionen gibt es Versionen der Metropole. Das graue London ist ärmlich, ein gefährliches Pflaster und besitzt kaum mehr Magie. Im weißen London haben sich die Magier zu Herren über die Menschheit aufgeschwungen und üben eine Schreckensherrschaft aus. Das rote London hingegen duftet nach Blumen, Lebenslust und freudvoller Zauberei. (more…)

7. Juni 2017

Die magischen Seiten von London

Category: News – Darkstar – 07:30

Vier Farben der MagieAuf meinem Nachtschränkchen liegt zur Zeit Vier Farben der Magie von V. E. Schwab.

Sie erzählt darin von einem Weltenwanderer, der nicht nur ein magisches London besucht, sondern gleich mehrere. Den im Buch gibt es die Stadt London gleich vier Mal: Das graue London riecht nach Rauch und Wahnsinn; das weiß stinkt nach Blut und magischen Kämpfen; das rote duftet nach Rosen und Lebenslust. Und über das schwarze will niemand sprechen.

Der Anfang liest sich sehr vielversprechend! Und London als Schauplatz finde ich eh (fast) immer gut. Deshalb habe ich anlässlich des Erscheinens des Buches auch nochmal in meinem Bücherschrank gewühlt.

Das Ergebnis: Ein Artikel über Bücher, bei denen die magische Seite Londons im Mittelpunkt steht. Viel Spaß beim Lesen!

8. September 2016

Nina Blazon: Der Maskenmörder

Category: Rezensionen,Romane – Darkstar – 12:30

Der MaskenmörderAuf einen Schlag lösten sich alle Federn und schwebten wie flirrender Regen auf das Publikum nieder. Die Leute sprangen auf, wer Glück hatte, fing ein solches Andenken aus der Luft, während Ikarus programmgemäß abstürzte. Das geschah allerdings so abrupt, dass die Zuschauer erschrocken herumfuhren … (Nina Blazon: Der Maskenmörder, S. 14)

London im 18. Jahrhundert: Im King’s Theatre treffen zwei der berühmtesten Sänger ihrer Zeit in einem Bühnenstück aufeinander: (more…)

16. November 2013

Interview mit Björn Springorum zu „Herbstbringer“

Category: Interviews – Darkstar – 17:00

HerbstbringerVor ein paar Wochen – rechtzeitig zum Verfärben der Blätter an den Bäumen draußen – ist „Herbstbringer“ erschienen, der Debüt-Roman von Björn Springorum. Im Mittelpunkt steht die 15jährige Emily, die weder weiß, woher sie kommt, noch wer ihre Eltern sind.

Sie wurde eines Nachts an einem Flussufer gefunden, vollkommen ausgekühlt und ohne Kleider. Und bald geschehen noch mehr merkwürdige Dinge um sie herum: (more…)

25. September 2013

Vom König der Katzen und dem Sohn der See
Seanan McGuires neue Tybalt-Kurzgeschichte ist online

Category: News – Darkstar – 07:30

Seanan McGuire: Forbid the SeaIn my Faerie, in Toby’s Faerie, as far as I’m concerned, almost everyone immortal is also bisexual. Yes, him. Yes, him, too. Yes, her.”
(Seanan McGuire)

Auf ihrer Website hat Seanan McGuire gerade eine neue Kurzgeschichte veröffentlicht, die in ihrem „October Daye“-Universum spielt. „Forbid the Sea“ spielt Ende des 17. Jhd. in London; im Mittelpunkt der Geschichte stehen Tybalt, einer der beliebtesten Figuren der Romanserie, und ein junger Selkie namens Dylan.  (more…)