Darkstars Fantasy News


12. Dezember 2015

Dämmerung, nasses Laub und Nebel
Lesetipps: Herbstbücher bzw. Bücher mit Herbstfeeling

Category: News – Darkstar – 14:00

Die früh einsetzende Dunkelheit, Nebelschwaden, nasses Laub und der Geruch nach Regen – wie den drei anderen Jahreszeiten haftet dem Herbst auch eine ganz markante Atmosphäre an.

Gerade in der nasskalten Jahreszeit macht das Lesen besonders Spaß. Und während ich mich bei Lampenschein und einem Heißgetränk gemütlich mit einem Buch in der Hand in meinen Sessel kuschle, tauche ich gern in Bücher ab, deren Setting die Herbststimmung widerspiegelt, die sich draußen ausbreitet.

Für die unter euch, denen es ähnlich geht, heute ein paar Herbstlese-Tipps:

Tanja Heitmann: Nebelsilber

ein ganz frisch erschienener Jugendroman, der im nebeldurchzogenen Spreewald angesiedelt ist und mit der Sage um den Erlkönig spielt.

Als die siebzehnjährige Edie mit ihrem Vater in ein einsames Haus im Wald zieht, will sie eigentlich nur ihren Liebeskummer bewältigen. Das abgeschiedene Wasserruh ist jedoch ein Ort voller Mythen, die einen unwiderstehlichen Reiz auf sie ausüben.

Als plötzlich der vor zehn Jahren verschollene Silas Sterner vor ihr steht, kann er sich nur daran erinnern, dass ihr Herzschlag ihn zurückgebracht hat. Doch im Nebel des Erlenwalds lauert eine dunkle Macht darauf, Silas wieder in die Nachtschatten tief im Erdreich unter Wasserruh zu locken.

Edie gerät in ein Netz aus alten Geheimnissen und Lügen, während das Band zwischen ihr und Silas immer stärker wird – bis es plötzlich zu reißen droht, als sie der Wahrheit zu nahe kommt.

Ich selbst stecke gerade mitten im Buch, und Idee und Setting haben es mir echt angetan. Bis dato spielt die Liebeskomponente eine größere Rolle als der Mythos, aber mir macht der Roman ziemlich Spaß. Eine Rezension folgt demnächst.

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Kate Forsyth: Der Turm der Raben

Der Turm der Rabenein toller High Fantasy-Roman mit düsterer Atmosphäre: Die Hauptfigur Rhiannon und ihre Weggefährten müssen aufgrund schauriger Regenfälle Zuflucht in einer heruntergekommenen Burg suchen, die im Schatten eines verfluchten Turms steht. In der Umgebung verschwinden kleine Kinder, die Toten erheben sich angeblich aus ihren Gräbern und auf der Burg scheint man ihnen feindlich gesinnt. Trotzdem macht sich Rhiannon daran, das Geheimnis des Turms der Raben zu lüften …

Zitat:

Die Straße war von Wasser bedeckt, das den Pferden um die Fesseln wirbelte und manchmal bis zu ihrem Widerrist hochspritzte. Lewen wartete auf den nächsten Blitzvorhang, hob dann den Kopf und spähte durch den peitschenden Regen. Er konnte vor sich die ummauerte Stadt sehen, vor einem hohen Grat erbaut, der zu einer großen, abschreckenden Felsspitze aufstieg. Hoch oben auf dieser nackten, starren Klippe befand sich die Ruine eines hohen Gebäudes, dessen Mauern vom Feuer schwarz verfärbt ware. Er konnte sie nur einen Moment lang sehen, dann war der Blitz vergangen und hinterließ in seinen Augen nur noch tanzende, bunte Punkte.“

Zugegeben, das erste Drittel zieht sich extrem; düster-spannend wird es erst nach rund 250 Seiten. Aber dann packt einen der Roman und lässt einen nicht mehr los.

Meine Rezension findet ihr hier.

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Diana Menschig: So finster, so kalt

So finster, so kaltUrban Fantasy, die durch und durch Deutsch ist:

Die Geschichte spielt sowohl im Hamburg und Schwarzwald der Jetzt-Zeit, als auch in Rückblenden tief im Wald Ende des 15. Jahrhunderts. Die Autorin erzählt im Verlauf des Romans “die wahre Geschichte von Hänsel & Gretel” – die in ihrer Version wesentlich düsterer ist als im ohnehin schon unheimlichen Original-Märchen, wie es die Brüder Grimm aufschrieben.

Aus dem Klappentext:

Was geschah wirklich im Knusperhäuschen?

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 15. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Margareta.

Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann ereignen sich während ihres Aufenthaltes immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, tauchen unversehrt auf und verschwinden wieder. Auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes‘ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

Wer Märchen mag und Urban Fantasy mit deutschem Touch, der sollte unbedingt einen Blick ins Buch hinein werfen. Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht.

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Kathrin Lange: Herz aus Glas

Die eiskalte Dezember-Stimmung, das zugige Herrenhaus, ein Touristenstädtchen im Winterschlaf und die scharfkantigen Klippen, an denen sich die eisigen Meereswogen brechen: Auch wenn Kathrin Langes “Herz aus Glas” zwischen Weihnachten und Neujahr spielt, ist das Buch generell die perfekte Mischung aus Mystery, Romanze und Thriller für die kalte Jahreszeit!

Meine Rezension findet ihr hier.

Das sagt die Verlagsbeschreibung:

Juli ist wenig begeistert, die Winterferien auf Martha’s Vineyard verbringen zu müssen. Auf der Insel trifft sie den verschlossenen David, dessen Freundin bei einem Sturz von der Klippe ums Leben gekommen ist. Bald erfährt Juli, dass ein Fluch für den Tod weiterer Mädchen verantwortlich sein soll. Eine geisterhafte Stimme beginnt, ihr nachts Warnungen zuzuflüstern. Als sie sich in David verliebt, gerät sie in tödliche Gefahr.

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Maggie Stiefvater: Rot wie das Meer

ein Einzelroman der Autorin von „Die Wölfe von Mercy Falls“ – und ein Buch, das sich schwer einordnen lässt, aber auf jeder Seite die raue, gischtigkalte November-Inselstimmung atmet:

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann.

Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben. Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen.

Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel. Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot

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Ju Honisch: Schwingen aus Stein

Schwingen aus Stein„Es ist Spätherbst. Es ist kalt, und es regnet fast die ganze Zeit“, verriet Ju Honisch über ihren Roman „Schwingen aus Stein“ in diesem Interview. Also hat der Titel auch ein Platz unter den Herbstbüchern verdient, auch wenn das der einzige Buchtipp in diesem Reigen ist, den ich selbst noch nicht gelesen habe. (Das soll sich aber noch ändern).

Zum Inhalt:

Ein Geheimnis liegt auf dem Bayerwald, ein Fluch, der vor langer Zeit Unheil ausgelöst hat.

Auf der Flucht vor der Bruderschaft des Lichts, die alles jagt, was ihnen teuflisch oder dämonisch verdächtig erscheint, werden Konstanze, die Gouvernante, und Clarissa, ihre Schülerin, in den Bann der Ereignisse gezogen. Bei dem Versuch, ihre Schülerin zu befreien, dringt Konstanze immer tiefer in den finsteren Wald vor, ohne zu ahnen, welche Unbill dort ihrer harrt.

Schmuggler, Mörder, Wölfe, Ungeheuer, Geistwesen, Magier, die Mönche der Bruderschaft – sie alle sind in einem Netz der Ereignisse verstrickt, und sie alle haben ihre sehr eigenen Pläne für Konstanze und Clarissa. Und selbst die beiden seltsamen Herren, die Hilfe versprochen haben, sind ganz und gar nicht das, was sie zu sein scheinen.

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Diese Liste versteht sich natürlich nicht als erschöpfend, sondern nur als Inspirationsquelle.

War was für euch dabei? Und welchen Titel sollte ich aus eurer Sicht unbedingt nächstes Mal mit berücksichtigen, wenn ich eine Herbst-Lesetipp-Liste aufstelle?

Ich bin gespannt!

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