Darkstars Fantasy News


3. November 2014

Seer of Sevenwaters & Flame of Sevenwaters
Juliet Marilliers Finale der Sevenwaters-Saga

Category: Hörbücher,Rezensionen – Darkstar – 13:00

Sevenwaters VIch bin ein riesengroßer Fan von Juliet Marilliers „Sevenwaters“-Saga: lose miteinander zusammenhängende Fairy Tale-Romane, die im alten Irland spielen und jeweils eine andere Frauenfigur aus der Sevenwaters-Familie in ihren Mittelpunkt rücken.

Die ersten vier Romane (Tochter der Wälder, Sohn der Schatten, Kind der Stürme und Die Erben von Sevenwaters) haben mich restlos begeistert. Leider sind Band 5 und 6 (Seer of Sevenwaters und Flame of Sevenwaters) bis dato nicht auf Deutsch erschienen. Deshalb habe ich jetzt beschlossen, nicht länger zu warten, und mir die beiden Romane auf Englisch vorgenommen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Von eine war ich sehr enttäuscht, vom anderen sehr angetan.

Aber jetzt erstmal die Bücher im Einzelnen:

Seer of Sevenwaters 

Prior to making her final pledge as a druid, the young seer Sibeal visits the island of Inis Eala, where the Sight leads her to Felix, a survivor of a Norse shipwreck who has no memory of his past. As the island’s healers struggle to keep Felix alive, he and Sibeal form a natural bond. But Sibeal’s vocation is her true calling, and she must choose between the two things that tug at her soul – her spirituality and a chance at love….

Meine Meinung

Seit ich zum ersten Mal „Kind der Stürme“ über sie gelesen habe, hielt ich Sibeal für eine der faszinierndsten Figuren der „Sevenwaters“-Saga. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als ich erfuhr, dass Juliet Marillier sie zur Hauptfigur in „Seer of Sevenwaters“ bestimmt hatte: „Die Seherin von Sevenwaters“.

Und tatsächlich erweist sich Sibeal als die junge Frau, als die wir sie im Roman kennen lernen, als sehr liebenswert. Aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Berufung hält sie sich gefühlstechnisch sehr bedeckt und lebt zurückgezogen. Trotzdem besitzt sie wie alle Sevenwaters-Protagonistin eine beeindruckende Kraft und den Willen, für das Gute einzutreten.

Im Nachhinein muss ich jedoch leider feststellen, dass sie als Protagonistin – wenngleich liebenswert – sowohl hinter Clodagh (der Heldin von „Die Erben von Sevenwaters“) als auch hinter Maeve (Protagonistin des finalen Romans „Flame of Sevenwaters“) zurücksteht. Vielleicht wäre es anders gewesen, wäre Sibeal mehr als die Priesterin aufgetreten, für die ich sie gehalten habe.

Stattdessen lernen wir sie vor allem als Frau kennen, die ihre Berufung in Frage stellt und mit sich ringt, ob es sinnvoll ist, auf ihr Herz zu lauschen. Juliet Marillier stellt dies sehr glaubhaft und nachvollziehbar dar. Schlussendlich liegt es aber wohl vor allem an der Handlung von „Seer of Sevenwaters“, dass das Buch einfach nicht mit den anderen Romanen der Reihe mithalten kann. Es passiert zu wenig im Roman, vor allem zu wenig magisches. Und so interessant es ist, einen Abstecher in Johnnys Lager zu machen, wo ein Großteil der Handlung spielt, so schmerzlich vermisst man den Wald von Sevenwaters mit all seiner Schönheit und Magie.

Die Handlung konzentriert sich auf Sibeal und Felix und Svala, eine seltsame, stumme Frau, die wie Felix als Schiffbrüchige auf die Insel gekommen ist, aber eher an ein in die Enge getriebenes Tier erinnert als an eine Frau. Was ist ihr Geheimnis? Was hatte es mit dem Schiffbruch auf sich? Es ist ein Rätsel, dass Johnny und Sibeal zu lösen gedenken.

Trotz einiger schöner Szenen hat mich „Seer of Sevenwaters“ recht enttäuscht. Ich befürchtete schon, Juliet Marillier wäre die Energie für diese ihre Serie ausgegangen.

Aber dann kam

Flame of Sevenwaters

Der finale Teil der Saga hat mich eines besseren belehrt, denn er ist einfach wundervoll.
Und Maeve, Sibeals und Clodaghs Schwester, ist eine wundervolle Protagonistin.

Darum geht’s:

Sevenwaters VIMaeve, daughter of Lord Sean of Sevenwaters, was badly burned as a child and carries the legacy of that fire in her crippled hands. After ten years, she’s returning home, having grown into a courageous, forthright woman with a special gift for gentling difficult animals. But while her body’s scars have healed, her spirit remains fragile, fearing the shadows of her past.

Sevenwaters is in turmoil. The fey prince Mac Dara has become desperate to see his only son, married to Maeve’s sister, return to the Otherworld. To force Lord Sean’s hand, Mac Dara has caused a party of innocent travelers on the Sevenwaters border to vanish – only to allow their murdered bodies to be found, one by one. When Maeve finds the body of one of the missing men in a remote part of the woods, she and her brother Finbar embark on a journey that may bring about the end of Mac Dara’s reign, or lead to a hideous death. If she is successful, Maeve may open the door to a future she has not dared to believe possible

Meine Meinung

In „Flame of Sevenwaters“ gelingt es Juliet Marillier hervorragend, sowohl Maeves persönliche Geschichte zu erzählen, als auch den großen Storyarc der zweiten „Sevenwaters“-Trilogie hervorragend zu beenden. Wir sind durchgehend nah an Maeve, die ein liebenswerter Charakter ist, mit der man mitfühlt, die man aber nicht bemitleidet. Gleichzeitig liest sich „Flame of Sevenwaters“ wie das epische Finale einer Saga, das es auch ist. Es kommt zur Konfrontation mit dem grausamen Feenprinzen Mac Darra, der bereits die Ereignisse aus „Die Erben von Sevenwaters“ ins Rollen gebracht hat.

Gemeinsam mit Maeve und ihrem Bruder Finbar (der inzwischen ein kleiner Junge und Druidenschüler ist) tauchen wir ein weiteres Mal in die magische Welt der irischen Feen ein und lernen seltsame Wesen kennen, in deren Haare lebende Eulen eingesponnen sind. Wer steht auf welcher Seite? Welche Opfer sind zu bringen? Wird Clodaghs Ehemann (aus „Die Erben von Sevenwaters“) nach Irland zurückkehren, um sich dem König der Feen zu stellen? Und wie können Finbar und Maeve alles zum Guten wenden. Wer bereits „Die Erben von Sevenwaters“ mochte, kommt auch hier voll auf seine Kosten!

Mein Tipp deshalb:

Lest oder hört nach dem vierten gleich den sechsten Teil. Den fünften könnt ihr ignorieren. Ihr spart euch eine Menge Zeit und einen Haufen Frust und Enttäuschung. Alles, was ihr für das Finale wissen müsst, erfahrt ihr ohnehin in „Flame of Sevenwaters“, und Band 4 und 6 lesen sich wie eine Duologie.

Die Fäden, die Juliet Marillier in Band 4 ausgelegt hat, verwebt sie jetzt miteinander und führt ihre „Sevenwaters“-Saga zu einem sehr befriedigenden Ende.

Magisch und wundervoll!

Die Hörbücher online bestellen: Seer of Sevenwaters, Flame of Sevenwaters

Ein Interview mit Juliet Marillier zum Finale ihrer erfolgreichen Saga: hier!

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