Darkstars Fantasy News


14. Oktober 2019

FBM2019 – meine Termine

Category: News – Darkstar – 22:29

FBM2019 TermineBald geht’s wieder los! Freut ihr auch schon so sehr auf die Buchmesse?

Falls ihr Lust habt, mich zu treffen – hier kommen meine offiziellen Termine:

MESSE-DONNERSTAG

11:00 Uhr – Signierstunde beim Drachenmond
15:00 Uhr – Signierstunde beim Drachenmond

MESSE-FREITAG

10:00 Uhr – Signierstunde Märchenanthologie beim Drachenmond
16:00 Uhr – Signierstunde beim Drachenmond

MESSE-SAMSTAG

12:00 Uhr – Signierstunde Märchenanthologie beim Drachenmond
13:00 Uhr – Meet & Greet der schreibwg bei der Greenlight Press
14:00 Uhr – Signierstunde BECOMING ELEKTRA bei ueberreuter

WO?

Den Drachenmond Verlag findet ihr Halle 3.0, Stand K2
Den ueberreuter Verlag findet ihr Halle 3.0, Stand F33

Die Bücher könnt ihr natürlich vor Ort kaufen. Ich habe aber auch Postkarten und Lesezeichen dabei. Es würde mich total freuen, wenn ihr „Hallo“ sagt.

12. Oktober 2019

Interview mit Katharina V. Haderer

Category: Interviews – Darkstar – 10:00

Das Schwert der TotengöttinIm Juni erschien der neue Roman der österreichischen Autorin Katharina V. Haderer. Mit DAS SCHWERT DER TOTENGÖTTIN eröffnet Kathi eine neue Dark Fantasy-Trilogie „Black Alchemy“ um einen Gardisten und eine „Waldhexe“.

Bevor ich die Autorin im nachfolgenden Interview selbst zu Wort kommen lasse, möchte ich noch die Verlagsbeschreibung mit euch teilen:

Das Schwert der Totengöttin

Willkommen in Tradea – wo sich die Toten aus ihren Gräbern erheben!

Als Sergent Erik Zejn degradiert und von der Hauptstadt ins Vorland versetzt wird, rechnet er mit Ereignislosigkeit und Langeweile. Doch dann erheben sich die Toten aus den Gräbern und greifen die Lebenden an.

Zejn steht vor der größten Herausforderung seines Lebens: Um die Menschen zu retten, muss er herausfinden, wie er die Toten für immer zurück unter die Erde schicken kann. Die Einzige, die mehr über die unheimlichen Vorgänge zu wissen scheint, ist die Kräuterhexe Mirage, doch Zejn ist sich sicher, dass man ihr nicht trauen kann.

Mirage ist keine Hexe, sondern Alchemistin und versucht alles, um die Bedrohung aufzuhalten. Nur deshalb ist sie immer in der Nähe, wenn die Toten erwachen. Schnell beginnt die Bevölkerung zu glauben, dass sie für die Angriffe verantwortlich ist und wendet sich gegen sie. Wenn Mirage sich selbst retten will, muss sie ihre Unschuld beweisen und die Toten für immer zurück unter die Erde bringen.

Weder Zejn noch Mirage ahnen, dass die Toten nicht ihre einzigen Feinde sind.

Ein detail- und facettenreicher Weltenentwurf, ambivalente Figuren und ein düsteres magisches Abenteuer: der Auftakt zur packenden Fantasy-Saga „Black Alchemy“ von Katharina V. Haderer.

Interview mit Katharina V. Haderer

Liebe Kathi, welche Farben und Schlagworte fangen für dich die Atmosphäre von DAS SCHWERT DER TOTENGÖTTIN ein?

Schwarz, Violett, Grau, Dunkelgrün.

Nebel, Magie, Untote, Intrigen, Zusammenhalt, Miss- und Vertrauen.

Was hat Dich zur Handlung des Buches inspiriert?

Was den Beginn gemacht hat, kann ich im Nachhinein gar nicht sagen. Den Beginn eines Buches macht meist die Idee einer Szene. Bis genügend Stoff beisammen ist, können aber Jahre verstreichen.

Ich habe diverse Male versucht, Das Schwert der Totengöttin zu beginnen, und kein Prolog, kein Kapitel hat sich richtig angefühlt, ja, selbst die Namen fühlten sich falsch an.

Dann kam der Tag, an dem ich den ersten Absatz schrieb, der noch heute das Buch einleitet – und das ist bei mir äußerst selten, denn meistens schreibe ich die ersten paar Kapitel diverse Male neu, nachdem ich das Buch beendet habe. Doch dieser Anfang hat gepasst. „Etwas fehlte.“ Die ersten zweihundert Seiten habe ich in ungefähr einem Monat geschrieben. Es war wie ein Sog.

Bei einer Szene weiß ich allerdings ziemlich genau, woher ich inspiriert wurde. Mirage steigt in einen Kessel herab, aus dem sich ein See zurückgezogen hat, und legt eine Stadt frei. Ich habe etwas ähnliches in dem Computerspiel „The Witcher 3“ gespielt (oder war es der zweite Teil?) und fand die Atmosphäre der freigelegten Stadt so großartig, dass ich unbedingt eine derartige Szene mit meiner Protagonistin einfangen wollte.

Das Dorf und der dort gelegene See hält auch eine wichtige Rolle in der gesamten Trilogie inne.

Was magst Du an Deinen beiden Hauptfiguren am liebsten?

Der Garten der Schwarzen LilienErstens, dass sie so gegensätzlich sind.
Zweitens, dass sie stur sind.
Und drittens, das beide am Ende des Tages das Herz am rechten Fleck haben, auch wenn sie Entscheidungen meist mit unterschiedlichem Ausgang treffen.

Sergent Zejn ist ein typischer Vertreter seiner Gattung, ein Militärmann, ein Verfechter der Ordnung, und gerade anfangs will er sich selbst dann an Gesetze halten, wenn sie keinen Sinn machen.

Die Alchemistin Mirage ist ein Freigeist, der sich oftmals absichtlich unbeliebt macht, bloß damit niemand eine Erwartungshaltung an sie stellt. Sie gibt es anfangs nicht zu, aber dass sie die Dorfbewohner als Hexe bezichtigen, verletzt sie. Sie ist opportunistisch und egozentrisch und steht damit im krassen Gegensatz zu Erik Zejn, der von sich nur noch als Ordnungsorgan denkt und nicht länger als Mensch mit Bedürfnissen.

Mit der Zeit rütteln sie sich gegenseitig wach – und holen sich dabei die einige oder andere blutige Nase.

Deine Geschichten spielen in einer düsteren Fantasywelt. Recherchierst du viel? Wie wichtig ist dir Worldbuilding?

Ich versuche natürlich, dass sich diese mittelalterlich anmutende Welt möglichst rund anfühlt. Dabei geht aber für mich persönlich das Feeling über die historische Korrektheit.

Wer historisch korrekt will, ist mit einem historischen Roman besser bedient. Schließlich ist meine Welt ja auch nicht DAS europäische Mittelalter.

Ich schreibe mittlerweile das 10. Buch in diesem Universum – 14 mit Büchern, die nie veröffentlicht wurden. Das Ganze zieht sich durch die diversen Zeiten und Kulturen, von denen ich natürlich Elemente der unseren entlehne, dann aber auch wieder zu entfremden versuche. z.B. gab es zwischen den Heißen Ländern und Aurora niemals einen Rassenkrieg, weswegen dunkle Hautfarbe kein Thema ist, schon gar nicht in der multikulturellen Stadt Tradea.

Ich möchte einen Ritter mit gilebretischer Herkunft schreiben können, ohne dass er sich rechtfertigen muss, wie er dazu gekommen ist.

Hat dich das Schreiben dieses Buches auf eine Art und Weise gefordert, wie das zuvor noch nicht der Fall gewesen ist?

Puh, das ist eine schwierige Frage. Die Trilogie hat wieder mal mehrere Handlungsstränge (warum kannst du dich nicht einfach halten, Kathi!) und eine Zeit lang bin ich verzweifelt, weil ich ein Ende im Kopf hatte, das sich aber nicht richtig angefühlt hat, weswegen ich beim dritten Roman eine Blockade hatte.

Das war so lange, bis ich einen Freund gebeten hatte, sich meine Ideen anzuhören, und er berechtigterweise die Frage nach dem Motiv eines Bösewichts gestellt hat. Daraufhin musste ich das Ende umstellen, und so fühlt es sich richtig an. Das kann allerdings immer passieren. Ich merke es anhand dessen, dass ich nicht richtig weiter komme.

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Woran arbeitest Du?

Momentan arbeite ich sowohl am Abschluss meiner „Drachen von Talanis„-Trilogie „Red Scales“ sowie am „Black Alchemy„-Abschlussband.

Als nächstes erscheint von mir der zweite Teil nach „Dem Schwert der Totengöttin“ – er heißt „Der Garten der schwarzen Lilien„.

Nachdem das Artefakt verschwunden ist, das den Totenaufmarsch vor Tradea zu verantworten hat, haben die Protagonisten Mirage und Zejn ein loses Bündnis geschlossen, um das Artefakt zurückzubekommen. Dabei tauchen sie tiefer in die düsteren Seiten Tradeas ein – und nehmen Kontakt mit der Diebesgilde auf.

Und die Off Topic-Frage: Wenn du eine fiktive oder historische Persönlichkeit auf einen Nachmittagsplausch einladen könntest, für wen würdest du dich entscheiden?

Jesus.
Mich würde interessieren, wie der wirklich so war, und ob er etwas mit der Ikone des Christentums gemein hat, zu der er stilisiert worden ist.

Vielen Dank!

Die Website der Autorin: Katharina V. Haderer

Mehr zum Roman und eine Leseprobe findet ihr auf der Verlagswebsite.

Eine dunkle Märchenkurzgeschichte von Katharina ist auch in meiner neuen Anthologie Durch Eiswüsten und Flammenmeere enthalten.

7. Oktober 2019

Durch Eiswüsten und Flammenmeere
Die vierte Märchenanthologie erscheint bald

Category: News – Darkstar – 20:30

Durch Eiswüsten und Flammenmeere

Fast schon fühlt es sich wie ein kleines Wunder für mich an: Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2019 erscheint DURCH EISWÜSTEN UND FLAMMENMEERE – die vierte von mir herausgegebene Märchenanthologie.

Thematisch sind diesmal viele Geschichten aus der Sicht der „ursprünglichen Bösewichte“ enthalten, und zwar aus der Feder von:

Adrian, Julia
Behrendt, Astrid
Bendzko, Nora
Bernard, C.E.
Dessalles, Julia
Haderer, Katharina V.
Handel, Christian
Hasse, Stefanie
Jehanzeb, Sameena
Köllinger, Maja
Lionera, Asuka
Rina, Lin
Siegmund, Fabienne
Tack, Stella A.
Thomsen, Emily
Weber, Michelle Natascha

Der Klappentext von DURCH EISWÜSTEN UND FLAMMENMEERE liest sich wie folgt:

Es war einmal eine Zeit, in der Schneeköniginnen die Welt mit Eis überzogen und Hexen Menschen in Tiere verwandelten.
So jedenfalls erzählt man sich.

Was aber wäre, wenn Zauberinnen Mädchen in Türme sperrten, um sie zu schützen?
Wenn der Herzkönigin einst selbst das Herz gebrochen wurde?
Wenn man fortgehen muss, um sich selbst zu finden?

Es ist an der Zeit, auch die Stiefmütter, die Wölfe und die Todesfeen zu Wort kommen zu lassen.

Bist du bereit für ihre Geschichten?

Erneut erhält das Buch wundervolle, individuell angefertigte Illustrationen von So’Lil Art.

Bestellen könnt ihr DURCH EISWÜSTEN UND FLAMMENMEERE überall im Buchhandel oder – signiert von Astrid – direkt im Shop des Drachenmond Verlags.

5. Oktober 2019

S. Jae-Jones: Shadowsong

Category: Rezensionen,Romane – Darkstar – 11:37

ShadowsongDas Labyrinth atmete.
Das Rascheln um mich herum steigerte sich zu einem kratzenden Sturm. Es klang nicht mehr nach Blättern, die über den immer noch gefrorenen Boden wehten, sondern nach Fingernägeln – Klauen – die über Stein kratzten.

S. Jae-Jones düster-romantischer Fantasy-Roman WINTERSONG zählte im vergangenen Jahr zu meinen absoluten Lese-Highlights. Im Süddeutschland des frühen 19. Jahrhunderts suchte sich die junge Elisabeth einen Weg in die Unterwelt, um ihre geraubte Schwester aus den Klauen des Koboldkönigs zu befreien. Und sie verliebte sich …

Der Roman nahm ein bitter-süßes Ende. Elisabeth entschied sich für ein Dasein unter den Menschen und gegen den Erlkönig, dem ihr Herz gehörte. In SHADOWSONG spinnt die Autorin nun Elisabeths Geschichte fort … auf ebenso magische wie unerwartete Weise.

Wer nämlich glaubt, im Mittelpunkt von SHADOWSONG stünde der Versuch von Elisabeth, doch noch einen Weg zu finden, mit ihrem andersweltlichen König glücklich zu sein, der irrt. Vielmehr bemüht sich die Protagonistin diesmal, ihren Bruder zu retten, der von den Mächten der Anderswelt bedroht wird.

Mutter schnaubte. „Elfen. Die Wilde Jagd. Das Unheilige Heer. Man könnte fast meinen, dass sie an diese Märchen glaubt.“

Denn Elisabeths Flucht aus der Unterwelt hat das brüchige Gleichgewicht zwischen Unter- und Oberwelt ins Wanken gebracht. Die Braut des Koboldkönigs ist ihrem Grab unter der Erde entkommen. Die alten Gesetze verlangen aber dennoch, dass ein Preis bezahlt wird. Die Wilde Jagd reitet durch die frostklirrenden Winternächte auf der Suche nach einem anderen Opfer …

SHADOWSONG ist inhaltlich sowohl anders, als ich erwartet habe, als auch anders als WINTERSONG. Jones erweitert ihren Kosmos. Ihre Heldin verlässt die heimischen Gefilde und reist in die Welt auf der Suche nach Erlösung, auf der Suche nach Rettung für ihren Bruder, den sie verloren glaubt.

Gleichzeitig webt die Autorin in einem absolut umwerfenden Stil wieder eine düster-romantische, dunkle, glitzernd-gefährliche Geschichte voller großartiger Schauplätze und greifbarer Emotionen. Bittersüß ist auch SHADOWSONG, dazu unglaublich spannend und definitiv erneut ein Highlight.

Auch oder vielleicht gerade weil die Geschichte anders war als erwartet, habe ich die Rückkehr in den Erlkönig-Kosmos extrem genossen. Es ist ein Roman, den ich sicher in Zukunft gern wieder lesen werde. Und wieder. Weil Elisabeth eine überzeugende, vielschichtige, ehrliche Protagonistin ist, die mitunter auch mal unbequem sein kann. Und weil S. Jae-Jones einfach phänomenal schön schreibt.

Wenn ihr dunkelromantische Geschichte um alte deutsche Mythen mögt, solltet ihr unbedingt den Zweiteiler lesen!

Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagswebsite.

Extra: Mein Interview mit der Autorin!

3. Oktober 2019

Interview mit Stephan R. Bellem

Category: Interviews – Darkstar – 14:44

Ruf der Rusalka

Wenn ihr mir auf Instagram folgt, wisst ihr, dass ich mich bereits seit einer ganzen Weile auf den neuen Roman von Stephan R. Bellem freue.

Nicht nur, weil Stephan in den vergangenen Jahren gleichermaßen zu einem wunderbaren Freund und inspirierenden Schreibbuddy geworden ist, sondern auch, weil ich die Geschichte, an die er sich diesmal gewagt hat, ebenso spannend wie bewegend finde. 

Im nachfolgenden Interview gibt er uns einen Vorgeschmack darauf, was uns in RUF DER RUSALKA erwartet. 

Vorher aber noch fix die Verlagsbeschreibung:

Lewis hat sich geschworen, es nie wieder zu tun. Doch der faszinierenden Fremden kann er nicht widerstehen. Als Londons größter Ermittler soll er den Mord an ihrer Freundin aufklären.

Aber mit jedem Schritt holen ihn die Bilder seiner Vergangenheit wieder ein und drohen, ihn unter sich zu begraben.

Wäre da nicht die Frau an der Themse. Kann sie ihn vor sich selbst retten?
Kate kann endlich der Eintönigkeit Manchesters entkommen und wagt sich nach London, um ihrem Traum nachzujagen: der nächsten großen Story. Und was wäre größer als ein Serienmörder?

Aber die Morde sind erst der Anfang. Kate und Lewis tauchen ein in eine Welt der Geheimgesellschaften und okkulten Rituale. Können sie die Vernichtung Londons noch aufhalten?

Lieber Stephan, welche Farben und Schlagworte fangen für dich die Atmosphäre von RUF DER RUSALKA ein?

Nebel, Selbstzweifel, Grau, Hoffnung, wärmendes Licht.

Was hat Dich zur Handlung des Buches inspiriert?

Die Rusalka selbst. Also die slawische Sage.

Ich mochte die tiefe Melancholie, die der Sagenfigur anhaftet. Und ich wollte diese Stimmung auf London übertragen, mit seinen Gaslaternen (obwohl die zu jener Zeit schon großflächig durch elektrische Lampen ersetzt wurden).

Was magst du an deinen Hauptfiguren am liebsten?

Lewis ist ein nüchterner Analytiker, der mit sich selbst einfach nicht ins Reine kommt. Er verzweifelt letztlich am eigenen Intellekt und der Grausamkeit der Welt, die er nicht ändern kann. Diese Hilflosigkeit mit unserer Umwelt, die fühlen wir (glaube ich) alle zuweilen.

Ich mag an ihm, dass er dennoch nicht aufgibt und schließlich einsieht, dass er nicht verleugnen kann, wer er ist.

Und Kate?

Tja, sie ist ein wenig der Gegenentwurf zu Lewis. Oder vielleicht auch nur eine optimistischere Version von ihm. Sie ist nicht bereit, sich mit Konventionen abzugeben und sich von ihnen einschränken zu lassen. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und kämpft entschlossen gegen alle Widerstände. Das finde ich so bewundernswert an ihr. Sie trifft auf ein Problem, doch anstelle daran zu verzweifeln, versucht sie, eine Lösung zu finden.

Lewis kennt die Lösung oft schon, verzweifelt aber an dem Problem, das Weichei. ;)

Deine Geschichte spielt diesmal nicht in einer Fantasy-Welt, sondern in London. Wie wichtig war die Recherche und wie sah die aus?

Nun, es war klar, dass ich den historischen Kontext möglichst korrekt abbilden wollte. Also habe ich eine ganze Menge recherchiert.

Bspw. gab es die Hunderasse des Berner Sennenhunds noch nicht, da sie erst nach 1900 festgelegt wurde. Vermutlich stammten die ersten Exemplare aber aus Dürrbach in der Schweiz. Daher gelten die Dürrbächler auch (soweit ich das gefunden habe) als Vorfahren der Berner Sennen. Und die Hunderasse hat es mir einfach angetan.

In einer frühen Version hatte ich vor, real existierende Zeitungsnamen zu verwenden und deren Chefredakteure. Am Ende bin ich aber davon abgekommen. Hier habe ich quasi die Recherche ignoriert und der Phantastik den Vorzug gegeben. Es erschien mir einfach besser, da ich so keine Persönlichkeitsrechte verletzen konnte, auch wenn die realen Personen schon eine Weile nicht mehr leben.

Stadtpläne, Lebenshaltungskosten, Mode, Technik – man fällt da schnell in einen Kaninchenbau. Für Kates Artikel auf dem Buchcover habe ich mehr als eine Stunde britische Schulpflicht usw. nachgeschlagen.

Sogar das versuchte Attentat auf den deutschen Kaiser 1883 gab es wirklich. Allerdings habe ich mir da mehr Freiheiten genommen.

Und der Komponist Antonín Dvorák kam zu jener Zeit gerade tatsächlich aus den USA zurück. Vielleicht hat er ja tatsächlich Halt in London gemacht?

Hat dich das Schreiben dieses Buches auf eine Art und Weise gefordert, wie das zuvor noch nicht der Fall gewesen ist?

Oh ja! Diesmal habe ich deutlich mehr im Voraus geplant. Das war deutlich außerhalb meiner Komfortzone, aber ich finde, es hat sich gelohnt.

Ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Wirst du der Welt und/oder den Charakteren, die du für dein Buch geschaffen hast, irgendwann noch einmal einen Besuch abstatten?

Ah, die Frage, nach der Fortsetzung. Nun, »Ruf der Rusalka« ist ein Einzelband.

Würde ich gerne zurück nach London? Keine Frage! Aber wenn, dann wäre auch das wieder ein Einzelband, den man unabhängig von der Rusalka lesen könnte. Aber die Frage entscheide ohnehin nicht ich, sondern die Leser. ;)

Ansonsten arbeite ich auch an ein paar anderen Ideen, von denen aber noch keine spruchreif ist. Von High Fantasy bis zu Near Future ist das alles dabei. Mich auf ein Genre festlegen war noch nie meine Stärke

Vielen Dank!

Stephan Bellem im Internet: Instagram, Website

Das Buch bestellen: Drachenmond Verlag 

25. September 2019

Juliet Marilliers neuer Roman ist erschienen

Category: News – Darkstar – 15:23

The Harp of KingsAnfang des Monats erschien THE HARP OF KINGS, der neue historisch-phantastische Roman von Juliet Marillier (Sevenwaters).

Es ist der Auftakt einer neuen Trilogie. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die sowohl Bardin als auch Kriegerin werden möchte:

Eighteen-year-old Liobhan is a powerful singer and an expert whistle player. Her brother has a voice to melt the hardest heart, and is a rare talent on the harp. But Liobhan’s burning ambition is to join the elite warrior band on Swan Island. She and her brother train there to compete for places, and find themselves joining a mission while still candidates. Their unusual blend of skills makes them ideal for this particular job, which requires going undercover as traveling minstrels. For Swan Island trains both warriors and spies.

Their mission: to find and retrieve a precious harp, an ancient symbol of kingship, which has gone missing. If the instrument is not played at the upcoming coronation, the candidate will not be accepted and the kingdom will be thrown into disarray. Faced with plotting courtiers and tight-lipped druids, an insightful storyteller, and a boorish Crown Prince, Liobhan soon realizes an Otherworld power may be meddling in the affairs of the kingdom. When ambition clashes with conscience, Liobhan must make a bold decision—and the consequences may break her heart.

Der Dreiteiler spielt übrigens in der gleichen Welt, in der auch ihre Sevenwaters– und Blackthorn & Grim-Romane angesiedelt sind. Welche Verbindung es zwischen Blackthorn und Liobhan gibt, möchte ich aber noch nicht verraten.

In einem Interview zum Buch hat die Autorin zudem verraten, dass das Feenvolk diesmal eine größere Rolle spielt als in ihren vorangegangenen Erwachsenenromanen.

Das Buch online bestellen: The Harp of Kings!

Neuer FROZEN 2 Trailer

Category: News – Darkstar – 15:07

Ein neuer Trailer zur Fortsetzung von Disneys DIE EISKÖNIGIN ist online gegangen.

Endlich bekommen wir eine etwas bessere Vorstellung davon, worum es in dem Animationsmärchen gehen könnte:

Als großer Frozen-Fan freue ich mich bereits riesig auf den Streifen.

10. September 2019

Reif für die Insel?
Zwei Hörbücher über Wetterhexen & Wasserpferde

Category: Hörbücher,Rezensionen – Darkstar – 19:00

Salt & StormDas Rauschen des Meeres, scharfkantige Felsen, windzerzauste Grasflächen und das Gefühl von Gischt auf der Haut

Auf dem Hörbücher Blog habe ich zwei Hörbuchempfehlungen für euch, die auf abgelegenen Inseln spielen.

In beiden Romanen spielt das Übernatürliche eine Rolle – und ein unangepasstes junge Mädchen.

Mehr erfahrt ihr dort.

7. September 2019

Jess Rothenberg: The Kingdom

Category: Rezensionen,Romane – Darkstar – 21:06

The KingdomSieben jungen Frauen, die zwar wie Menschen aussehen, aber keine sind.

Ana und ihre „Schwestern“ sind Fantastinnen: künstlich erschaffene Wesen. Äußerlich sind sie zauberhafte Prinzessinnen. Aber unter der Haut verlaufen Drähte, in ihren Augen sitzen Kameras und statt schlagender Herzen besitzen sie Motoren. Ihre Aufgabe ist es, mit den Besuchern von The Kingdom zu interagieren: dem größten Freizeitpark der Welt.

Ana hinterfragt dieses „Leben“ nicht. Ihr macht es Spaß, mit Kindern und ihren Eltern zu spielen und Teepartys mit ihren „Schwestern“ zu feiern.

Bis zu dem Sommer, in dem eine ihrer Schwestern verschwindet.
Bis zu dem Sommer, in dem sie Owen kennenlernt.
Dem Sommer, in dem sie wirklich zu fühlen beginnt.

Jess Rohtenbergs Jugendroman THE KINGDOM – Das Erwachen der Seele hat mich begeistert. Auf gerade mal 330 Seiten erzählt die Autorin eine berührende, packende Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Kann ein künstlich erschaffenes Wesen lieben? Meine Kollegin Stefanie Hasse hat das Buch als „Westworld meets Disneyland“ beschrieben, und das trifft sehr deutlich die Atmosphäre dieses Romans. Die Motive, auf denen Jess Rothenberg ihre Geschichte aufbaut, mögen nicht neu sein – das Wesen des künstlich geschaffenen Menschen kennen wir spätestens seit Frankenstein -, aber die in der Ich-Perspektive im Präsenz geschriebene Geschichte ist so packend erzählt, dass ich sie einfach nicht aus der Hand legen konnte.

Ein bisschen lag das sicher daran, dass mich THE KINGDOM in seinem Themen und seiner Schreibstimme an mein eigenes Buch erinnert. BECOMING ELEKTRA beschäftigt sich mit (fast) den gleichen Themen: Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Können Klone eigene Identitäten besitzen? Wenn du lange Zeit vorgibst, eine andere zu sein, was bleibt dann von dir? Was ist ethisch akzeptabel? All diesen Fragen geht auch Jess Rothenberg nach. Selbst die Gedankengänge unserer Protagonistinnen sind teils identisch.

Anders als ich erzählt die Autorin allerdings nicht linear – und das fand ich mega! Schon zu Beginn des Romans wird deutlich, dass in dem Sommer, in dem Ana „zum Leben erwacht“ etwas Schreckliches passiert, für dass sie sich vor Gericht verantworten muss. Abwechselnd erleben wir in kurzen Kapiteln Szenen aus der Vergangenheit und aus der Gegenwart, unterbrochen von Gerichtsprotokollen, der Beschreibung von Videoaufzeichnungen und vielem mehr.

Für mich persönlich war THE KINGDOM – Das Erwachen der Seele ein Lese-Highlight in diesem Sommer und ich will unbedingt mehr von der Autorin lesen.

Kennt ihr es bereits?

1. September 2019

Becoming Elektra als Hörbuch

Category: News – Darkstar – 21:24

Mein Jugendbuchdebüt ist jetzt als Hörbuch erschienen, eingelesen von Nora Jokhosha. Die Sprecherin hat passenderweise auch bereits Delphine in „Orphan Black“ ihre Stimme geliehen und findet für Isabel und ihre Geschichte den richtigen Ton.

Diejenigen von euch, die Lust auf BECOMING ELEKTRA haben, aber keine Zeit zum Lesen finden, können sich jetzt das ungekürzte Hörbuch bei Audible schnappen.

Oder zumindest mal die Hörprobe anspielen.